Cremig. Schlotzig. Samtig weich. Milchreis ist die vielleicht schönste Kindheitserinnerung. Einen Löffel voll direkt aus dem Topf zu naschen, war einfach das Größte. Ob mit Zimt und Zucker, Zwetschkenröster oder Apfelkompott – noch heute ist Milchreis einer meiner Lieblingsnachtische.
Milchreis | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (6 Portionen): 250 Gramm Rundkornreis | 1 Esslöffel Pflanzenöl | 1 Liter Milch bzw. Pflanzenmilch (zum Einkochen muss es 1,5 % Milch oder glutenfreie Pflanzenmilch z. B. Reismilch sein; ich empfehle zum Einkochen 25 Prozent mehr Milch zu nehmen) | 2 Esslöffel Zucker | 1 Vanilleschote |1 Teelöffel Salz
Milchreis | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (40 Minuten): 1. Öl in einem Topf erhitzen, Reis dazugeben, anbraten, bis es leicht nussig riecht, dann die anderen Zutaten hinzugeben. 2. Milchreis unter Rühren aufkochen, dann auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren 30 Minuten gar ziehen lassen (zum Einkochen reichen 15 Minuten; dann bei 100° Grad 120 Minuten einkochen). 3. Milchreis pur, mit Zimt oder Kompott servieren.
Buttermilch-Bohnen-Suppe (oder wie Oma sagte ist Bottermilch Bunnezupp) ist ein typisch rheinisches Gericht. Nach der Bohnenernte haben auch wir einen Teil der Bohnen direkt im Garten geschnippelt. Ein Teil wanderte in die erste Suppe der Saison, ein Teil ins Gefrierfach. So konnten wir uns wir uns auch an kalten Wintertagen an der Suppe wärmen. Noch heute liebe ich dieses Rezept. So zeigt es doch, dass Hausmannskost einfach und fein zugleich sein kann.
Buttermilch-Bohnen-Suppe | Foto: Linda Katharina Klein
Buttermilch-Bohnen-Suppe | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Kartoffeln schälen und in Wasser circa 20 Minuten gar kochen. 2. Währenddessen die Bohnen in halbieren, die holzigen Enden abschneiden und in kochendem Wasser fünf Minuten blanchieren, dann in Eiswasser (alternativ sehr kaltes Wasser) abschrecken. Bei der Verwendung von gefrorenen Bohnen, diese ebenso blanchieren und abschrecken, die Kochzeit zählt allerdings erst, wenn das Wasser samt der hineingegeben Bohnen wieder aufkocht. 3. Wasser der Kartoffeln abschütten und die Kartoffeln grob stampfen. 4. Buttermilch, Sahne, Salz und Pfeffer zu den Kartoffeln geben und aufkochen lassen. 5. Während dessen Eier sechs Minuten lang kochen, bis sie weich sind. 6. Suppe mit Essig abschmecken, Bohnen hinzugeben und zusammen mit den gepellten und halbierten Eiern servieren.
Zum Grillen, zu Weihnachten, zum Picknick oder einfach Zwischendurch. Kartoffelsalat schmeckt nach Kindheit, ist besonders cremig und lässt sich perfekt vorbereiten. Jetzt kannst du dieses Gericht auch ganz einfach in vegan zaubern.
Veganer Kartoffelsalat | Foto: Linda Katharina Klein
Veganer Kartoffelsalat | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (45 Minuten): 1. Kartoffeln ungeschält gar kochen (ja nach Größe circa 20 Minuten). 2. Kartoffeln abschütten und ausdampfen lassen. 3. Währenddessen Schnittlauch in feine Ringe schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einem Dressing vermengen. 4. Kartoffeln noch warm schälen, in Scheiben schneiden und vorsichtig mit dem Dressing vermengen.
Tiefschwarz. Intensiv. Malzig. Biersauce verleiht nicht nur Braten und deftigen Gerichten wie Pulled Pork eine ganz besondere Note, sondern gibt auch fleischlosen Rezepten eine intensive Note. Bei der Wahl des Bieres muss es hier unbedingt ein Stout, ein Ale mit starken Malz- und Röstaromen sein. Langsam einreduziert entsteht so eine herrliche Sauce.
Zubereitung (190 Minuten): 1. Gemüse grob hacken und 60 Minuten bei 200° rösten. Wenn ihr parallel ein Braten etc. im Ofen habt, passt die Temperatur und Garzeit gerne entsprechend an. 2. Geröstetes Gemüse in einen Topf geben mit Fond übergießen und 30 Minuten lang aufkochen. 3. Fond passieren (Gemüse nicht pürieren oder durchs Sieb drücken) 4. Fond nochmal durch ein extra feines Sieb geben und stark erhitzen. 5. Fond 30 Minuten lang einreduzieren, dann mit Stout auffüllen (falls ihr vom Anbraten einen Bratensatz habt könnt ihr diesen jetzt dazugeben) und erneut bis auf die gewünschte Konsistenz einreduzieren lassen. 6. Falls ihr nicht die ganze Sauce benötigt, könnt ihr diese in einer Eiswürfelform portionsweise einfrieren.
Röstkartoffeln sind meine vielleicht liebste Kartoffelbeilage. Super einfach und einfach köstlich. Schonend gekocht, gepellt und dann in Öl knusprig ausgebraten, erhalten sie ihren ganz besonderen Geschmack. Wenn du magst, kannst du sie auch im Ofen backen, aber in der Pfanne geschwenkt, werden sie von allen Seiten knusprig.
Karamellisierte Röstkartoffeln | Foto: Linda Katharina Klein
Karamellisierte Röstkartoffeln | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (40 Minuten): 1. Kartoffeln je nach Größe circa 20 Minuten gar kochen. 2. Kartoffeln abschütten und zehn Minuten abkühlen lassen. 3. Kartoffeln schälen und mit Olivenöl in eine Pfanne geben. 4. Kartoffeln braten, dann mit Puderzucker bestäuben und weiterbraten, bis diese außen knusprig sind. Dazu gelegentlich in der Pfanne schwenken. 5. Kartoffeln salzen und servieren.
Fluffig und deftig zugleich. Kaiserschmarrn ist ein besonders luftiger, in Stücke zerteilter Pfannkuchen. In der Pfanne karamellisiert, entwickelt die vielleicht berühmteste Süßspeise Österreichs erst ihr volles Aroma. Jeder Bissen schmeckt wie ein kleines Wölkchen. Probiere es selbst und lass dich verführen. Du kannst den Kaiserschmarrn dabei ganz traditionell mit Zwetschkenröster oder Apfelkompott aber auch mit Apfelmus oder Schoko-Beeren-Sauce servieren!
Zubereitung (15 Minuten): 1. Eier trennen. 2. Eigelb mit Milch, Mehl, Zucker und Salz zu einem glatten Teig verarbeiten. 3. Eiweiß aufschlagen und vorsichtig unter den Teig heben. 4. Rosinen mit Butter in einer Pfanne bei geringer Hitze braten, bis sie weich sind. Ggf. Rum hinzugeben. 5. Teig auf die Rosinen in die Pfanne geben. 6. Sobald der Boden leicht gebräunt ist, den Pfannkuchen wenden. 7. Pfannkuchen grob zerteilen. 8. Puderzucker darüber streuen und in der Pfanne karamellisieren lassen. 8. Kaiserschmarrn servieren.
Frisch. Leicht. Gesund. Kräuterquark glänzt als gesunder Dip und als Aufstrich. Er passt perfekt zu Pellkartoffeln und Röstkartoffeln, schmeckt auf Röstbrot, Körnerbrot sowie Baguette und ist der perfekte Dip für Gemüsesticks.
Zubereitung (3 Minuten): 1. Kräuter sehr fein hacken. 2. Kräuter mit Quark, Salz und Pfeffer vermengen. 3. Optional etwas Milch hinzugeben, damit der Quark cremiger wird und sich besser als Dip eignet.
Ein Salat, der unkomplizierter nicht sein könnte. Mais-Bohnen-Salat ist nicht nur schnell gemacht, sondern auch perfekt, wenn du gerade keine frischen Zutaten da hast und dir trotzdem einen kleinen Salat zaubern möchtest. Wir nehmen ihn gern mit ins Büro, servieren ihn als beliebte Grillbeilage oder genießen ihn auf unseren Camping-Urlauben in der Wildnis.
Mais-Bohnen-Salat | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (2 kleine Beilagensalate): 1 Glas Mais (ca. 340 Gramm) | 1 Glas Kidneybohnen (circa 350 Gramm) | 1 kleine Zwiebel (ca. 30 Gramm) | 2 Esslöffel Olivenöl | 2 Esslöffel hellen Balsamico oder Zitronensaft | 1 Teelöffel Kräuter der Provence | 1 Teelöffel Salz | 0,5 Teelöffel Pfeffer | 1 Prise Zucker
Mais-Bohnen-Salat | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (3 Minuten): 1. Zwiebel schälen und fein würfeln. 2. Mais und Bohnen abschütten. 3. Olivenöl, Säure, Kräuter, Salz, Pfeffer und Zucker zu einem Dressing vermengen und zum Salat geben.
Deftig. Würzig. Wie von Oma. Grünkohl ist das perfekte Wintergericht, denn es steckt voller Vitamine und wärmt dich von innen. Langsam in Fond geschmort und mit Senf, Zucker und Pfeffer gewürzt entfaltet der Kohl so sein volles Aroma. Statt Pinkel, Kassler und Mettenden kannst du den Grünkohl dabei auch ganz einfach mit veganen Bauern-Knackern zubereiten.
Grünkohl | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (2 Portionen): 700 Gramm Grünkohl | 100 Gramm Zwiebel | 25 Gramm (vegane) Butter | 400 Milliliter Geflügelfond oder Gemüsefond für eine vegane Version| 2 Esslöffel Senf | 1 Esslöffel Salz | 1 Esslöffel Zucker | 1 Teelöffel Pfeffer | 300 Gramm Mettenden oder 300 Gramm vegane Bauern-Knacker mit einem Esslöffel Öl
Grünkohl | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (80 Minuten): 1. Grünkohl gründlich waschen und die Blätter von den Stilen zupfen. 2. Grünkohl in heißem Wasser drei Minuten blanchieren, dann abschütten und ausdrücken. 3. Zwiebel schälen und fein würfeln. 4 Mettenden bzw. Bauern-Knacker (hier zusätzlich ein Esslöffel Öl verwenden) in einem großem Topf rundherum anbraten, dann herausnehmen. 5. Zwiebeln im Bratensatz glasig braten, dann Grünkohl hinzugeben und zwei Minuten mitbraten. 6. Mit Fond ablöschen und den Grünkohl bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme 30 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Kartoffelbeilage zubereiten. Ich empfehle Röstkartoffeln. 7. Deckel abnehmen und Grünkohl weitere 30 Minuten köcheln lassen. Sollte dann noch Flüssigkeit vorhanden sein, Hitze erhöhen und Grünkohl braten, bis diese verdampft ist. 8. Grünkohl mit Senf, Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken. 9. Sofort servieren oder Grünkohl bei 100° Grad 120 Minuten einkochen (bitte beachte dazu auch meine Einkochhinweise).
Süß. Säuerlich. Tiefrot. Barszcz czerwony ist polnische Rote-Beete-Suppe, die traditionell mit selbstgemachten Pilzpiroggen als Einlage serviert wird. Das klassisch polnische Weihnachtswessen aus frischer Rote Bete kommt bei uns immer am ersten Weihnachtstag auf den Tisch und ist die für mich beste Variante der in Osteuropa beliebten Borschtsch. Wir servieren sie daher nicht nur zu Familienfeiern, sondern den gesamten Winter über. Und es ist tatsächlich viel einfacher als es klingt. Schwiegermama darf es nicht wissen, aber laut meinem Freund, ist meine Barszcz mit Pierogi die mit Abstand beste, die er je hatte. Überzeugt euch selbst.
Barszcz mit Pilz-Piroggen| Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (10 Portionen): 1,4 Liter Rinderfond (ich empfehle selbstgemachten Rinderfond, da dieser viel aromatischer ist; gekörnte Brühe funktioniert hier überhaupt nicht; ersatzweise geht gekaufter Rinderfond) | 1 Kilo frische rote Bete | 1,5 Liter Wasser | 6 Esslöffel Salz | 7 Esslöffel Zucker | 6 Esslöffel Apfelessig | 3 Esslöffel Zitronensaft | 1 Esslöffel gemahlener Pfeffer
280 Gramm Mehl | 100 Milliliter Wasser | 1 Esslöffel Olivenöl | 1 Teelöffel Salz | 1 Ei | 50 Gramm getrocknete Pilze (wir nehmen selbst gesammelte Pilze aus Polen; eine Mischung aus Steinpilzen, Butterpilz, Maronenröhrling, Pfifferlingen und Rotfußröhrling) | 500 Milliliter Wasser | 200 Gramm Zwiebel | 1 Esslöffel Salz | 1 Esslöffel grob gemahlener, schwarzer Pfeffer | 6 Esslöffel Paniermehl | 50 Gramm Butter
Barszcz mit Pilz-Piroggen| Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (95 Minuten): 1. Zuerst die Pilze in 100 Milliliter Wasser einweichen. 2. Rinderfond (nach Anleitung) zubereiten. 3. Während dieser köchelt, die rote Beete schälen, grob hacken und mit 1,5 Liter Wasser 15 Minuten aufkochen. 4. Rote Brühe von der Hitze nehmen, 15 Minuten ziehen lassen, dann durch ein Sieb geben, die Brühe auffangen und mit Salz, Pfeffer, Zucker, Apfelessig und Zitronensaft würzen. 5. Jetzt aus Mehl, Wasser, Olivenöl, Salz und einem Ei einen geschmeidigen Teig kneten (am Anfang fühlt sich dieser trocken an,; er wird aber mit der Zeit weich) und eine halbe Stunde im Kühlschrank kalt stellen. 6. Für die Füllung Zwiebel schälen und zusammen mit den ausgedrückten Pilzen fein würfeln. 7. Zwiebeln und Pilze in Butter anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Paniermehl vermengen. 8. Den Teig halbieren, ausrollen (dafür ggf. etwas Mehl verwenden) und Kreise ausstehen. Teigreste zum übrigen Teig geben. 9. Zwei Teelöffel Pilzmasse auf den Teigkreis geben, diesen zu einem Halbkreis zusammenfassen und den Rand mit den Fingern festzusammendrücken, sodass später kein Kochwasser hineingelangen kann. 10. Restlichen Teig ausrollen und den Vorgang wiederholen, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist. 11. Piroggen für die spätere Verwendung schockfrosten (die Piroggen dürfen sich erste berühren, wenn sie durchgefroren sind) oder zum direkten Verzehr in siedendem (nicht kochendem Wasser) garen, bis diese oben schwimmen. 12. Piroggen herausnehmen und auf einem Holzbrett kurz antrocknen lassen. 13. In der Zwischenzeit den Rinderfond mit der Rote-Beete-Brühe vermengen und erhitzen. 14. Barszcz mit den Pilz-Piroggen als Einlage servieren oder Barszcz ohne die Piroggi bei 100° Grad für 120 Minuten einkochen (bitte beachte hierzu auch meine Einkochhinweise).
Würzig. Aromatisch. Kräftig. Selbstgemachter Gemüsefond ist einfach was Herrliches. Für den perfekten Geschmack werden Möhren, Zwiebeln, Sellerie und Lauch ausgekocht und der Fond mit Lorbeer, Piment und Pfefferkörnern aromatisiert. Der Fond eignet sich als Basis für Suppen und Saucen, kann aber auch auf Vorrat eingekocht werden.
Gemüsefond | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (1,4 Liter | 6 Portionen): 500 Gramm Lauch | 500 Gramm Möhren | 500 Gramm Sellerie | 500 Gramm Zwiebel | 200 Milliliter Weißwein | 50 Gramm Butter (zum Einkochen oder für eine vegane Version bitte Öl verwenden) | 2 Liter Wasser | 3 Lorbeerblätter | 10 Stück Piment | 1 EL Pfefferkörner
Gemüsefond | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (95 Minuten): 1. Gemüse (samt Schale) grob hacken und in einem Topf im Fett scharf anbraten. 2. Mit Weißwein ablöschen und mit Wasser auffüllen. 3. Lorbeerblätter, Piment und Pfefferkörner hinzugeben und die Brühe mindestens 90 Minuten köcheln lassen. 4. Fond durch ein Sieb abseihen. 5. Jetzt kannst du den Fond entweder zu einer Suppe oder Sauce weiterverarbeiten oder den Fond für eine Verwendung zu einem späteren Zeitpunkt einkochen. 6. Für letzteres füllst den Fond in mit kochendem Wasser ausgespülte Schraubgläser und kochst diese bei 90 Grad 100 Minuten ein (bitte beachte hierzu die genauen Einkochvorgaben).
Klassisch. Deftig. Schnell. Strammer Max ist das perfekte Gericht, wenn du nicht viel Zeit zum Kochen aber Appetit auf eine warme Mahlzeit hast. Ob zum Frühstück, als Snack oder zum Abendessen. Eine warme Brotzeit in Form von Strammem Max geht eigentlich immer. Und wahrscheinlich hast du sogar alles dafür im Haus.
Zubereitung (10 Minuten): 1. Butter in einer Pfanne schmelzen, Brot hineingeben und knusprig braten. 2. Brot herausnehmen und mit Schinken belegen. 3. Eier einzeln aufschlagen und in der Pfanne zu Spiegeleiern ausbraten. 4. Spiegeleier auf den Broten drapieren, Salz und Pfeffer darüber geben und servieren.