Blaubeeren stecken voller Vitamin-E und Antioxidantien. Ich verrate dir, wie du die gesunden Beeren im Dörrautomaten oder Backofen trocknen und so auch außerhalb der Blaubeer-Saison genießen kannst. So ernten wir die Beeren zwischen Juni und September. Was wir nicht frisch verzehren, trocknen wir und nutzen es dann zum Beispiel für selbstgemachtes Müsli.
Getrocknete Blaubeeren | Foto: Linda Katharina Klein
Getrocknete Blaubeeren | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (24 Stunden): 1. Blaubeeren halbieren. 2. Mit genügend Abstand zueinander im Dörrautomaten bei 50 Grad 24 Stunden (2 x 12 Stunden) trocknen. Alternativ können die Blaubeeren auch bei leicht geöffneter Ofentür getrocknet werden. 3. Blaubeeren auskühlen lassen, dann sofort weiterverarbeiten oder in einer luftdichten Dose aufbewahren.
Du suchst eine vegane, gesündere Alternative zu Pesto alla Genovese? Dann kannst du dein Basilikumpesto auch ganz einfach ohne Parmesan und mit weniger Olivenöl machen. Darüber hinaus kannst du auch mit den Kräutern spielen. Wenn ich das Pesto als Salat-Dressing verwende, tausche ich zum Beispiel gerne die Hälfte des Basilikums gegen Petersilie. Und für eine günstigere Version kannst du die Pinienkerne durch gehackte Mandeln ersetzen.
Zubereitung (5 Minuten): 1. Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. 2. Knoblauchzehen schälen. 3. Alle Zutaten in einem Mörser oder einem Mixer zu einem feinen Pesto pürieren. Pesto in ein heiß ausgespültes Schraub- oder Bügelglas geben, mit einer Schicht Öl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren.
Du bevorzugst du die klassische Variante? Dann probier‘ mein Pesto alla Genovese!
Frisch geröstete Gewürze, Koriander, Ingwer, Knoblauch und Chilis. Vielmehr braucht es nicht für eine hausgemachte Tikka Masala Currypaste. Jetzt steht dem weltbesten Chicken Tikka Masala nichts mehr im Wert. Also an die Mörser, fertig, los.
Tikka Masala Currypaste | Foto: Linda Katharina Klein
Tikka Masala Currypaste | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (10 Minuten): 1. Paprikapulver, Koriandersamen, Kreuzkümmel, Fenchelsamen, Bockshornklee, Pfefferkörner und Zimt ohne Fett in einer Pfanne rösten, bis sie zu duften anfangen. 2. Gewürze in einen Mörser geben. 3. Ingwer und Knoblauchschalen schälen, fein reiben und zusammen mit dem Tomatenmark, Öl, Koriander und frische Chilischoten hinzufügen und feinmörsern, bis eine feine Paste entsteht.
Weicher Reis in einem Mantel aus saftigen Weinblättern. Gefüllte Weinblätter sind eine raffinierte Vorspeise, die sich auch prima als Beilage zum Hauptgericht macht. Ein bisschen Zitronenabrieb, ein bisschen Minze. Viel mehr braucht es nicht, um aus den liebevoll eingewickelten Paketen kleine Geschmacksbomben zu machen.
Gefüllte Weinblätter | Foto: Linda Katharina Klein
Gefüllte Weinblätter | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (60 Minuten): 1. Die Weinblätter in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. 2. Weinblätter abschütten und mit kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar bleibt. 3. Weinblätter vorsichtig ausdrücken und zum Abtropfen auf ein Holzbrett geben. 4. Zwiebel schälen, fein würfeln und in Olivenöl glasig braten. 5. In einer Schüssel Rundkornreis mit Minze, dem Abrieb einer Zitrone, Salz und Pfeffer vermengen und dann die Zwiebel untermischen. 6. Je nach Größe und Dicke der Weinblätter zwei bis drei Blätter leicht versetzt übereinander legen und den Stil abbrechen. 7. Zwei Teelöffel Reisfüllung auf den unteren Rand der Weinblätter geben, erst die Seiten einklappen und dann fest einrollen. Darauf achten, dass es keine Lufteinschlüsse gibt und das Weinblatt mit der „Öffnung“ nach unten auf einem Brett zwischenlagern. Bis auf 3-4 Blätter restliche Weinblätter ebenfalls füllen. 8. Drei bis vier Weinblätter auf den Boden eines Topfes legen. Darauf die gefüllten Weinblätter (möglichst dicht aneinander) platzieren. 9. Zitronensaft über die Weinblätter geben und den Topf mit Wasser auffüllen, bis die Weinblätter mit Wasser bedeckt sind. 10. Zum Beschweren einen Teller auf die Weinblätter legen. 11. Wasser zum Kochen bringen und Weinblätter ab dann 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. 12. Wasser abgießen und Weinblätter vorsichtig aus dem Topf nehmen und auf einem Holzbrett ausdampfen lassen. 13. Weinblätter servieren oder in ein mit kochendem Wasser ausgespültes Glas geben, mit Olivenöl bedecken und im Kühlschrank lagern.
Auch im Winter frisches Pesto zaubern? Grünkohl macht es möglich. Zusammen mit Nüssen, Zitronensaft und Öl zauberst du so im Handumdrehen ein saisonales Pesto, das voller Vitamine steckt. Das Ergebnis? Knallgrün, herrlich würzig und super gesund. Dabei ist es so intensiv, dass es keinen Käse bzw. Parmesan braucht. Es ist daher sogar vegan.
Zubereitung (3 Minuten): 1. Grünkohl gründlich waschen, abtrocknen und dann die Blätter von den Stielen zupfen. 2. Grünkohlblätter mit Walnüssen, Zitronensaft und Olivenöl in einem Mörser oder Mixer zu einem Pesto vermengen. 3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 4. Pesto in ein mit kochendem Wasser ausgespültes Schraubglas geben und mit einer Schicht Öl versiegeln. So hält es sich im Kühlschrank bis zu mehreren Wochen.
Fruchtig. Tomatig. Scharf. Hausgemachte Currysauce ist leicht gemacht. Damit sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Ruhrgebiet wirst du auf hunderte verschiedener Saucen stoßen, und jeder hat natürlich die einzig wahre. Ich hab gleich zwei Lieblingssaucen: die meiner liebten Currywurst-Bude und meine eigene besonders fruchtige.
Zubereitung (40 Minuten): 1. Ananas schälen, Strunk entfernen und grob würfeln. 2. Zwiebeln schälen und fein würfeln. 3. Zwiebeln in Olivenöl glasig braten, dann bei Seite stellen. 4. Ananas anrösten, und mit braunem Zucker karamellisieren und circa zehn Minuten köcheln lassen. 5. Passierte Tomaten und Zwiebeln hinzufügen, zehn Minuten köcheln lassen, dann pürieren. 6. Sojasauce, Zucker, Salz, Knoblauchpulver, Essig und Chili hinzugeben und nochmals zehn Minuten köcheln lassen. 7. Mit Paprikapulver, Ingwerpulver und Currypulver würzen. 8. Servieren oder zum haltbar machen, Sauce in heiß ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen und 90 Minuten bei 100° einkochen (bitte beachte hierzu auch meine genauen Einkoch-Hinweise).
Feurig. Fruchtig. Knallorange. Selbstgemachte Chili Sauce ist einfach die beste. Wir kochen unsere Hot Sauce regelmäßig auf Vorrat ein. So haben wir immer eine Flasche parat, um unseren Gerichten den richtigen Kick Schärfe zu geben. Mein Geheimtipp: Apfelessig!
Zubereitung (90 Minuten): 1. Tomaten waschen und das Kerngehäuse entfernen. 2. Zwiebeln und Knoblauch schälen und grob hacken. 3. Chillies ebenfalls grob hacken und zusammen mit den Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl glasig braten. 4. Tomatenwürfel, Apfelsaft, Apfelessig, Zucker und Salz hinzugeben und zusammen aufkochen. 5. Hot Sauce 30 Minuten köcheln lassen, dann pürieren und passieren. 6. Hot Sauce zurück in den Topf geben und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen. 7. Zum haltbar machen, Sauce bei 100 Grad erhitzen 90 Minuten einkochen lassen (bitte beachte hierzu auch die genauen Einkoch-Vorgaben).
Ein verführerischer Tanz von Zucker und Salz, süß und würzig. Salzkaramell kitzelt deine Geschmacksnerven und ist die perfekte Sauce, um deinem Dessert einen aufregenden Touch zu verleihen. Ob zu Popcorn, Kuchen, Eis oder Creme: dieses Salzkaramell könnte dein Dessert auf ein ganz neues Level heben.
Zubereitung (5 Minuten): 1. Zucker in einen Topf geben, erhitzen und ohne Rühren karamellisieren lassen. 2. Wenn der Zucker sich verflüssigt hat Butter in kleinen Stücken dazu geben (immer noch nicht Rühren, bei Bedarf Pfanne schwenken). 3. Salz hinzugeben und unterrühren. 4. Mit Sahne aufgießen und auf kleiner Flamme unter Rühren einkochen lassen, bis eine cremige Karamellsauce entsteht. 5. Zum haltbar machen, Salzkaramell in heiß ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen, Gläser verschließen und im Topf (Gläser müssen zu mindestens 2/3 im Wasser stehen) 30 Minuten bei 90° einkochen. 6. Salzkaramell aus dem Topf nehmen, 24 Stunden ruhen lassen, dann Vakuum überprüfen (Deckel muss sich leicht nach unten senken).
Schokoladig und saftig. Im Herbst stellen wir zahlreiche Gelees aus frisch geernteten Früchten her und nutzen das übrig gebliebene Fruchtfleisch, um uns für unsere Arbeit zu belohnen. Wie? Indem wir das Fruchtmus in kleine Schokoladen-Trüffel verwandeln. Eine unserer Lieblingsvarianten sind Quitten-Trüffel mit gemahlenen Mandeln. Denn obwohl diese vegan sind, kommen sie Schokoladentrüffeln vom Geschmack her sehr nah.
Zubereitung (3 Minuten): 1. Quittenmus (ich nehme gerne das übrig gebliebene Fruchtfleisch nach der Herstellung von Quittengelee) mit gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen, Agavendicksaft und 15 Gramm Kakaopulver mischen. 2. Aus der Masse kleine Bällchen formen und diese im restlichen Kakaopulver wenden.
Knuspriger Sesam, weicher Reisteig, cremige Mungbohnen-Füllung. Vietnamesische Reisbällchen sind die pure Verführung! Allein der nussige Duft ist unwiderstehlich und versetzt einen sofort an die kleinen Streetfood-Stände Hanois. Wir lieben die Klebreisbällchen als Dessert nach einem vietnamesichen Dinner oder als exotischen Snack zwischendurch. Backe dir jetzt deine eigenen Bánh Cam Bällchen und ich verspreche dir, diese kleinen Sesambällchen werden sofort dein Herz erobern!
Vietnamesische Reisbällchen | Foto: Linda Katharina Klein
Vietnamesische Reisbällchen | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (1 Tag): 1. Mungbohnen mehrfach waschen, mit heißem Wasser bedecken und über Nacht ziehen lassen. 2. Mungbohnen dämpfen, bis sie so weich sind, dass sie sich mit dem Finger zerdrücken lassen. 3. Mungbohnen mit einer Gabel zerdrücken (ggf. etwas Wasser hinzugeben), bis eine kartoffelbreiartige Konsistenz entsteht. 4. Alle drei Mehlarten, mit Kartoffelflocken, 50 Gramm Zucker, Salz und Backpulver vermengen. 5. So viel Wasser hinzugeben, bis ein samtiger, gut knetbarer Teig entsteht. 6 Teig zwei Stunden ruhen lassen. 7. Mungbohnen mit Zucker vermengen. 8. Mungbohnen-Masse und Teig in jeweils 32 Stücke teilen. Teig danach abdecken, damit er nicht austrocknet. 9. Jeweils eine Teigkugel flachdrücken, die Mungbohnen-Masse in die Mitte geben und den Teig vorsichtig mit den Fingern verschließen. Kugel vorsichtig in den Händen rollen, bis sie komplett rund ist. 10. Kugel im Sesam rollen. 11. Vorgang wiederholen, bis 32 Reisbällchen entstanden sind. 11. Reisöl erhitzen (es ist heiß genug, wenn an einem ins Öl gehaltene Esstäbchen aus Holz viele Blasen aufsteigen. 12. Reisbällchen in kleinen Portionen frittieren, dabei ggf. mit Essstäbchen im Öl wenden. 13. Reisbällchen auf einem Holzbrett abtropfen lassen.
Knallgrün und zuckersüß. Kiwimarmelade ist ein Farbklecks auf deinem Brötchen, der deinem Frühstück einen Hauch Exotik verleiht. Warum nicht einfach kaufen? Weil du diese Marmelade in nur 20 Minuten zaubern kannst und dann ganz genau weißt, was drin ist. Nämlich purer Geschmack ohne Zusätze und Farbstoffe.
Zubereitung (20 Minuten): 1. Kiwis schälen und in Würfel schneiden. 2. Kiwis mit dem Gelierzucker mischen und pürieren. 3. Zitrone auspressen und Saft zur Kiwimarmelade geben. Kiwimarmelade aufkochen, dann auf kleiner Flamme circa 5 Minuten köcheln lassen. 4. In der Zwischenzeit Schraub- oder Einmachgläser mit kochendem Wasser ausspülen. 5. Kiwimarmelade nach erfolgreicher Gelierprobe noch heiß in die Gläser füllen und direkt fest verschließen.
In den Jahren, die ich mitten in der Wachau, neben blühenden Marillenbäumen an der schönen Donau leben dufte, habe ich vor allem ein lokales Produkt kennen und lieben gelernt: Wachauer Marillen-Senf. Dieses feine Spiel aus Süße und Säure ist einfach unvergleichlich. Einer Brettljause mit Käse verleiht dieser Aprikosen-Senf sofort eine ganz andere Note. Bevor ich meine zweite Heimat verließ, musste ich mir also unbedingt das Rezept sichern.
Zubereitung: 1. Marillen waschen, entkernen und würfeln. 2. Marillen mit Zucker und Salz mischen und 30 Minuten ziehen lassen. 3. Senfkörner in einer Gewürzmühle mahlen. 4. Marillen abtropfen, aufkochen und zusammen mit den Senfkörnern und dem Essig pürieren. 5. Schraubgläser mit kochendem Wasser ausspülen und den heißen Senf einfüllen und sofort verschließen. 6. Gläser kühl und dunkel lagern und den Senf mindestens 60 Tage reifen lassen.