Knusprig, herzhaft und fein im Geschmack. Ich liebe das intensive Aroma von Sellerie. Deswegen kommt die Knolle bei uns relativ häufig auf den Tisch. Unsere vielleicht liebste Variante: Sellerieschnitzel. Gehüllt in eine knusprige Panade aus Ei und Paniermehl entfaltet das Gemüse sein ganzes Potential. Noch ein wenig Remoulade dazu und mehr braucht es nicht.
Zubereitung (15 Minuten): 1. Holzige Enden der Sellerieknolle ab- und den Rest in circa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. 2. Schale entfernen. 3. Mehl mit Salz mischen. 4. Selleriescheiben erst in Mehl, dann in verquirltem Ei und anschießend in Paniermehl wenden. 5. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Selleriescheiben von beiden Seiten goldbraun anbraten.
Frisch aus dem Ofen, herrlich duftend: Börek ist ein gefüllter Yufkateig, der in Form von kleinen Röllchen oder großen Schnecken serviert wird. Wir machen immer direkt eine große Portion, denn dieser herzhafte Strudel ist ein Gericht, das man unbedingt teilen möchte. Perfekt für deine nächste Party oder zum nächsten Brunch.
Börek mit Schafskäse & Spinat | Foto: Linda Katharina Klein
Börek mit Schafskäse & Spinat | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (90 Minuten): 1. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein würfeln und in zwei Esslöffeln Olivenöl glasig braten. Dann bei Seite stellen. 2. Frischen Spinat gründlich waschen, trocken schleudern und in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten, bis er zusammenfällt. Bei der Verwendung von tiefgekühltem Spinat diesen in einem Topf bei mittlere Hitze auftauen lassen und anschließend das Wasser herausdrücken. 3. Feta zerbröseln und mit den Zwiebeln, Knoblauch und Spinat vermengen. 4. Spinatmenge mit Salz abschmecken. 5. Ofen auf 180° Grad vorheizen. 6. Rundblech mit einem Esslöffel Olivenöl einfetten. 7. Yufka-Blätter nacheinander einzeln auf die Arbeitsfläche geben, leicht anfeuchten, etwas von der Füllung darauf verteilen, einrollen und in das Rundblech legen. 8. Wiederholen bis das Rundblech mit einer Teigschnecke gefüllt ist. 9. Teigschnecke mit Milch bestreichen und Schwarzkümmel darüber streuen. 10. Rundblech auf den Ofenboden stellen und Börek 25 Minuten backen. 11. Börekschnecke auf der mittleren Schiene weitere 25 Minuten goldbraun backen.
Raffiniert, fruchtig, aromatisch: In den kalten Monaten kommt bei uns des Öfteren eine mediterrane Miesmuschelsuppe auf den Tisch. Denn die wärmt nicht nur von Innen, sondern erinnert uns mit ihrem intensiven Tomatengeschmack an wärmere Tage. Du kannst sie dabei als Auftakt eines Meeresfrüchte- bzw. Fischmenüs servieren (hierfür halbe Menge verwenden) oder sie mit einem Stück Weißbrot als Hauptgang reichen.
Zubereitung (70 Minuten): 1. Muscheln gründlich waschen und geöffnete Muscheln aussortieren. 2. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und in Olivenöl glasig braten. 3. Mit Weißwein ablöschen, aufkochen, Muscheln hinzugeben und bei starker Hitze circa 8 Minuten kochen, bis sich die Muscheln öffnen. 4. Muscheln mit einer Schaumkelle aus dem Topf nehmen, geschlossene Muscheln aussortieren und die anderen von der Schale befreien. 5. Weinsud auf die Hälfte reduzieren, dann Tomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und den Saft einer Zitrone hinzugeben. 6. Aufkochen und nochmals 15 Minuten köcheln lassen. 7. Muscheln in der Suppe aufwärmen und mit frischer Petersilie servieren.
Remoulade ist so viel mehr als eine aufgepeppte Mayonnaise. Denn sie vermag es viele Gerichte auf ein ganz neues Level zu heben. Das Zusammenspiel aus Gewürzgürkchen und frischen Kräutern macht sie leichter im Geschmack und verleiht ihr eine gewisse Frische. Natürlich bleibt Remoulade eine kleine Kalorienbombe. Aber das Aroma ist es sowas von wert!
Zubereitung (3 Minuten): 1. Zwiebel schälen und fein hacken. 2. Cornichons fein würfeln. 3. Petersilie fein hacken. 4. Eigelb schaumig schlagen, dann unter ständigem Mixen langsam das Öl hinzugeben, bis eine Mayonnaise entsteht. 5. Zwiebel, Cornichons, Zitronensaft, Senf, Kapern, Salz und frische Petersilie hinzugeben und die Mayonnaise so in eine feine Remoulade verwandeln.
Pasta mit cremigem Käse, der Fäden zieht. Ein knuspriges Topping aus Ciabatta, Prosciutto und Kräutern. Kein Wunder, das so viele Amerikaner süchtig nach Macaroni and cheese sind. Den dieses Gericht hat Suchtpotential! Nachdem mir mein kanadischer Kollege Simon sein Rezept verraten hat, konnte ich gar nicht mehr aufhören, Mac ’n‘ cheese immer und immer wieder zu kochen, Zutaten zu verändern, andere Rezepte zu recherchieren und schließlich meine Lieblingsversion zu kreieren. Das Ergebnis: Jetzt gehören auch Zwiebeln, Knoblauch, Prosciutto zum Rezept, ich koche die Nudeln direkt in der Milch und setze auf eine Extraportion Kräuter.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Zwiebeln schälen, fein würfeln und in Butter auf kleiner Flamme schmoren, bis sie glasig sind und beinahe schmelzen. 2. Prosciutto knusprig braten und mit grob gehacktem Ciabatta und den Kräutern in einen Küchenhäcksler geben und grob zerkleinern. 2. Brot-Kräuter-Mischung zurück in die Pfanne geben und mit einer angedrückten Knoblauchzehe und einem Esslöffel Olivenöl auf kleiner Flamme langsam knusprig braten. 3. Käse würfeln. 4. Makkaroni in Milch mit einer Prise Salz aufkochen und dann auf kleiner Flamme unter unter ständigem Rühren kochen. 5. Kurz bevor die Makkaroni al dente sind, den Käse und die Zwiebeln unterrühren. 6. Makkaroni mit den Kräuter-Bröseln bestreuen.
Goldbraun. Knusprige Haut. Saftiges Fleisch. Ein gutes Brathähnchen ist ein kulinarisches Meisterwerk. Und dabei gar nicht schwer zuzubereiten. Hochwertiges Fleisch, ein paar Gewürze und eine aromatische Füllung sind alles, was du brauchst, um ein köstliches Brathuhn zuzubereiten. Und wer darüber hinaus die optimale Bratzeit kennt, kann sichergehen, ein perfektes Ergebnis zu erhalten. Inwiefern du dein Brathähnchen weiter verfeinerst, ist dir überlassen. Hier ist schon mal mein Basis-Rezept für Brathähnchen aus dem Ofen.
Zubereitung (90 Minuten): 1. Hähnchen waschen und trocken tupfen. 2. Paprikapulver mit Salz und Pfeffer vermengen. 3. Hähnchen von innen und außen mit Olivenöl einreiben. 4. Gewürzmischung auf und in das Hähnchen geben und gut einmassieren. 5. Zitrone halbieren. 6. Eine Zitronenhälfte in das Hähnchen legen, dann gewaschene Petersilie und Knoblauchzehen samt Schale dazugeben. Zum Schluss die zweite Zitronenhälfte rein drücken. 7. Das Hähnchen mit dem Rücken nach oben entweder auf ein Rost (darunter ein Ofenblech zum Auffangen vom Bratensaft) geben oder direkt auf ein Ofenblech voll mit Beilagen (ich mache hier gerne Zitronen-Kartoffeln) legen, die zusammen mit dem Brathähnchen gegart werden können. Ggf. ein Bratthermometer in die dickste Stelle vom Fleisch stechen. 8. Das Hähnchen bei 180° Grad backen, bis eine Kerntemperatur von 80° erreicht ist. Falls du kein Thermometer verwendest, rechne pro 100 Gramm Hähnchen sechs Minuten Garzeit (bei 1,4 Kilogramm also circa 85 Minuten). Dabei das Hähnchen nach circa 40 Minuten wenden. 9. Wenn das Hähnchen goldbraun gebacken ist, aus dem Ofen nehmen und vor dem Tranchieren mindestens zehn Minuten ruhen lassen.
Knallgrün und zuckersüß. Kiwimarmelade ist ein Farbklecks auf deinem Brötchen, der deinem Frühstück einen Hauch Exotik verleiht. Warum nicht einfach kaufen? Weil du diese Marmelade in nur 20 Minuten zaubern kannst und dann ganz genau weißt, was drin ist. Nämlich purer Geschmack ohne Zusätze und Farbstoffe.
Zubereitung (20 Minuten): 1. Kiwis schälen und in Würfel schneiden. 2. Kiwis mit dem Gelierzucker mischen und pürieren. 3. Zitrone auspressen und Saft zur Kiwimarmelade geben. Kiwimarmelade aufkochen, dann auf kleiner Flamme circa 5 Minuten köcheln lassen. 4. In der Zwischenzeit Schraub- oder Einmachgläser mit kochendem Wasser ausspülen. 5. Kiwimarmelade nach erfolgreicher Gelierprobe noch heiß in die Gläser füllen und direkt fest verschließen.
Frisch vom Markt, in die Pfanne: In Knoblauch-Öl geschwenkte Garnelen gehören zu den klassischen Tapas-Varianten. Hier steht der pure Geschmack der Meeresfrüchte im Fokus. Keine Gewürze, keine Sauce. Hier glänzt die Garnelen mit puren, intensivem Geschmack.
Knoblauch-Garnelen | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (2 Schälchen): 6 frische Garnelen mit Kopf und Schale (insgesamt circa 230 Gramm)| 1 Knoblauchzehe | 1 Esslöffel Olivenöl | 1 Zitrone
Knoblauch-Garnelen | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (10 Minuten): 1. Knoblauch schälen, fein hacken und mit Olivenöl in eine Pfanne geben. 2. Knoblauch bei schwacher Hitze für drei Minuten im Olivenöl simmern lassen, bis das Öl den Knoblauchgeschmack annimmt, dann die Knoblauchstücke entfernen. 3. Garnelen waschen, trocken tupfen und den Darm entfernen. 4. Pfanne mit dem aromatisiertem Knoblauchöl stark erhitzen und die Garnelen von beiden Seiten anbraten, bis sich die Schalentiere rötlich färben. 5. Etwas Zitronensaft darüber träufeln uns servieren.
In den Jahren, die ich mitten in der Wachau, neben blühenden Marillenbäumen an der schönen Donau leben dufte, habe ich vor allem ein lokales Produkt kennen und lieben gelernt: Wachauer Marillen-Senf. Dieses feine Spiel aus Süße und Säure ist einfach unvergleichlich. Einer Brettljause mit Käse verleiht dieser Aprikosen-Senf sofort eine ganz andere Note. Bevor ich meine zweite Heimat verließ, musste ich mir also unbedingt das Rezept sichern.
Zubereitung: 1. Marillen waschen, entkernen und würfeln. 2. Marillen mit Zucker und Salz mischen und 30 Minuten ziehen lassen. 3. Senfkörner in einer Gewürzmühle mahlen. 4. Marillen abtropfen, aufkochen und zusammen mit den Senfkörnern und dem Essig pürieren. 5. Schraubgläser mit kochendem Wasser ausspülen und den heißen Senf einfüllen und sofort verschließen. 6. Gläser kühl und dunkel lagern und den Senf mindestens 60 Tage reifen lassen.
Cremig und doch mit Biss: den perfekten Rahmwirsing wie von Oma kannst du dir ganz einfach selber kochen. Ich liebe es, wie der Wirsing bei diesem Rezept durch die Sahne eine ganz milde Note bekommt. Etwas Butter, eine Prise Muskatnuss. Viel mehr braucht es nicht. In diesem Gericht der Wirsing der Star. Einfach nachkochen und du wirst direkt zurück in deine Kindheit versetzt.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Wirsing in Blätter zerteilen, Strunk entfernen, in grobe Stücke reißen und gründlich waschen. 2. Wirsing dämpfen bis die Blätter weich werden. 3. In einem zweiten Topf Butter schmelzen, Sahne dazugeben und aufkochen. 4. Wirsing hinzugeben, umrühren und zehn Minuten ziehen lassen. 5. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.
Du suchst ein anderes Wirsing-Rezept? Dann ist vielleicht mein Rezept für Wirsing-Gemüse nach Omas Art die richtige Wahl! Jetzt noch mehr Rezepte für Hausmannskost entdecken!
Würzig. Salzig. Aromatisch. Eingelegte Oliven sind der perfekte Snack für zwischendurch. Wir servieren sie gerne als kleines Amuse-Gueule oder als Teil unserer Tapas-Dinner. In einer mediterranen Kräuter-Mischung trocken mariniert bekommen sie dabei den richtigen Kick.
Hackbällchen mit Pfefferrahmsauce in großen Schalen auf dem Tisch drapiert. Die finnische Großfamilie um den Tisch versammelt. Das ist die wohl schönste Erinnerung an den Besuch bei meiner Freundin Tiina in Lohja. Spontan wurden wir von ihrer Familie ins Auto gepackt und zum Essen eingeladen, haben Tiinas Mama und Oma Hackbällchen gerollt, wurde uns der Garten gezeigt, haben wir die am See grasenden Rinder beobachtet. Obwohl Tiina für uns übersetzen musste, haben wir uns fast wortlos verstanden, wurden wir mit Liebe überschüttet. Wir bekamen ganz viele Tipps für unsere weitere Reise und später auch das Rezept mit auf den Weg. Jedes Mal, wenn wir bei uns finnische Hackbällchen servieren, erinnert es uns an diese wunderbare Zeit. Tiina, Nipa, Päivi, Osmo, Ritva– wir würden uns freuen, wir bald einmal für euch kochen dürften. Ihr seid immer willkommen, vielen Dank für alles!
Finnische Hackbällchen | Foto: Linda Katharina Klein
Finnische Hackbällchen | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (45 Minuten): 1. Ofen auf 250° Grad vorheizen. 2. Rinderhackfleisch mit 200 Gramm Sahne, einem Ei, den Semmelbröseln, Pfeffer, Paprikapulver, zerdrückten Röstzwiebeln, zwei Esslöffeln Mehl, Knoblauchpulver und 1,5 Teelöffeln Salz verkneten. 3. 20 Hackbällchen formen, in eine Ofenform geben und fünf Minuten backen. 4. Temperatur auf 225° Grad senken und die Hackbällchen für weitere 25 Minuten backen. 5. Hackbällchen direkt weiterverarbeiten oder bei 100° Grad 120 Minuten einkochen (bitte beachte dazu auch meine Einkochhinweise). 6. Frischkäse in einem Topf schmelzen, 200 Gramm Sahne, grob gemahlenen Pfeffer und Salz hinzugeben. 7. Unter Rühren zwei Esslöffel Mehl hinzugeben, bis die Sauce eine cremige Konsistenz erhält. 8. Hackbällchen auf der Pfeffersauce anrichten und direkt servieren.