Kräftiges Bier, süßer Ahornsirup und die erfrischende Säure von Äpfeln: Meine liebste Mop Sauce ist eine Stout-Apfel-Mischung. Diese flüssige Marinaden wird während des Bratvorgangs aufgetragen. So bleibt Fleisch nicht nur besonders saftig, sondern wird auch extra aromatisch. Ob zum Grillen oder beim Garen im Ofen: So werden Pulled Pork und Co. extra zart.
Lauchgemüse in cremiger Sauce war eins meiner Lieblingsgerichte als Kind. Omas Geheimzutat: Kondensmilch statt Milch oder Sahne. Und das Ergebnis sprach für sich: Das Lauch war super weich und so köstlich, dass wir noch den letzten Rest aus dem Topf kratzen. Noch heute bereite ich Porree nach Omas Rezept zu.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Lauch gründlich waschen, Wurzel abschneiden und in circa 0,5 Millimeter dicke Ringe schneiden. 2. Lauch in Wasser circa sieben bis zehn Minuten al dente kochen, Wasser abgießen und auffangen. 3. In einem Topf Butter schmelzen, dann Mehl einrühren und mit 400 Milliliter vom Lauchsud ablöschen. 4. Kondensmilch dazugeben und unter Rühren aufkochen, bis die Sauce andickt. 5. Zucker und Muskatnuss unterrühren, dann das Lauchgemüse zur Sauce geben und fünf Minuten gar ziehen lassen.
Geflügelfond ist die perfekte Grundlage für Suppen und Saucen. Selbstgekocht ist er besonders kräftig im Geschmack. Neben Hühnerklein für traditionelles Hühnerfond, kannst du auch anderes Geflügel wie zum Beispiel Ente verwenden. Zusammen mit Gemüse und Gewürzen reduziert ein, bis du den perfekten Geflügelfond für deine Gerichte hast.
Zubereitung (95 Minuten): 1. Geflügelklein in einem Topf im Fett scharf anbraten. 2. Gemüse (samt Schale) grob hacken und mitrösten, bis alles gut gebräunt ist. 3. Mit Weißwein ablöschen und mit Wasser auffüllen. 4. Lorbeerblätter, Piment und Pfefferkörner hinzugeben und die Brühe mindestens 90 Minuten köcheln lassen. 5. Fond durch ein Sieb abseihen. 6. Jetzt kannst du den Fond entweder zu einer Suppe oder Sauce weiterverarbeiten oder den Fond für eine Verwendung zu einem späteren Zeitpunkt einkochen. 7. Für letzteres füllst den Fond in mit kochendem Wasser ausgespülte Schraubgläser und kochst diese bei 100 Grad 120 Minuten ein (bitte beachte hierzu die genauen Einkochvorgaben).
Mit Kirschwasser aromatisierter Schokoladenbiskuit, cremige Sahne, tiefrote Amarena-Kirschen. Schwarzwälder-Kirschtorte ist ebenso klassisch wie berühmt. Denn die deutsche Sahnetorte kennt man auf der deutschen Welt. Wenn internationale Freunde mich bitten, etwas typisch Deutsches für sie zuzubereiten, ist es daher meistens Schwarzwälderkirschtorte. Für eine besonders spektakuläre Präsentation nehme ich dafür gerne eine kleine Form. So wird der Kuchen umso höher und prächtiger. Außerdem verwende ich etwas weniger Sahne und dafür besonders viel samtige Kirschmarmelade.
Schwarzwälder-Kirschtorte | Foto: Linda Katharina Klein
Schwarzwälder-Kirschtorte | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (90 Minuten): 1. Ofen auf 175° Grad vorheizen. 2. Eier trennen. 3. Mehl, Stärke, Backpulver und Kakaopulver mischen. 4. Eigelb schaumig schlagen, dann Mehl-Mischung unterrühren. 5. Eiweiß aufschlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. 6. Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. 7. Biskuitmasse in (gefettete) und mit Backpapier ausgelegte Backformen geben (du kannst mehrere Backformen verwenden, um weniger Böden schneiden zu müssen) und circa 30 Minuten backen. 8. Biskuit auskühlen lassen dann ggf. mit Hilfe eines Tortenschneiders, Drahtes, Garns oder Messers zerteilen. 9. Sahne aufschlagen. 10. Torte zusammenbauen, indem mit einem Bodenstück begonnen wird. Auf dieses folgen Kirschwasser, Marmelade und etwas Sahne. Dann kommt der nächste Tortenboden. 11. Wenn die Torte zusammengebaut ist, mit Sahne verkleiden (etwas für die Dekoration übriglassen) verkleiden. 12. Schokoraspeln vorsichtig an den äußeren Tortenrand drücken. Auch an den Rand der Oberseite Schokoraspeln streuen. 13. Sahnetuffs auf die Torte spritzen. 14. Schokolade hobeln und in die Mitte der Torte legen. 15. Amarena-Kirschen auf den Sahnetuffs platzieren. 16. Schwarzwälder-Kirschtorte mit zum Verzehr kaltstellen.
Cremig. Schlotzig. Samtig weich. Milchreis ist die vielleicht schönste Kindheitserinnerung. Einen Löffel voll direkt aus dem Topf zu naschen, war einfach das Größte. Ob mit Zimt und Zucker, Zwetschkenröster oder Apfelkompott – noch heute ist Milchreis einer meiner Lieblingsnachtische.
Milchreis | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (6 Portionen): 250 Gramm Rundkornreis | 1 Esslöffel Pflanzenöl | 1 Liter Milch bzw. Pflanzenmilch (zum Einkochen muss es 1,5 % Milch oder glutenfreie Pflanzenmilch z. B. Reismilch sein; ich empfehle zum Einkochen 25 Prozent mehr Milch zu nehmen) | 2 Esslöffel Zucker | 1 Vanilleschote |1 Teelöffel Salz
Milchreis | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (40 Minuten): 1. Öl in einem Topf erhitzen, Reis dazugeben, anbraten, bis es leicht nussig riecht, dann die anderen Zutaten hinzugeben. 2. Milchreis unter Rühren aufkochen, dann auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren 30 Minuten gar ziehen lassen (zum Einkochen reichen 15 Minuten; dann bei 100° Grad 120 Minuten einkochen). 3. Milchreis pur, mit Zimt oder Kompott servieren.
Klassisch. Einfach. Und doch genial. Gebackener Hokkaidokürbis ist hierzulande vielleicht das beliebteste Kürbisgericht. Kein Wunder, backt sich sich der Kürbis doch quasi wie von selbst. Nicht mal schälen muss man ihn. An kalten Tagen ein würzig duftendes Blech aus dem Ofen zu ziehen hat, da schon etwas ganz besonderes. Wir servieren Hokkaido dabei am liebsten mit einem Sour-Creme-Dip.
Gebackener Hokkaido-Kürbis | Foto: Linda Katharina Klein
Gebackener Hokkaido-Kürbis | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Hokkaido waschen, halbieren und Kerngehäuse entfernen. 2. Kürbis auf die Schnittfläche lege und in circa 1,5 cm breite Kürbisspalten schneiden. 3. Kürbisspalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Olivenöl beträufeln und bei 180° 25 Minuten backen. 4. Nachdem servieren salzen.
Du suchst nach einem fruchtigen Salatdressing, das besonders cremig ist? Dann hab ich hier das richtige für dich. Das Geheimnis: Orangensaft und ein gekochtes Ei. Probier es selbst und du wirst begeistert sein. Am liebsten kombinieren wir dieses fruchtige Salatdressing übrigens mit Lollo Rosso, Lollo Bianco und rotem Eichblattsalat. Es passt aber auch hervorragend zu Eisbergsalat, Rucola und Feldsalat.
Fruchtiges Salatdressing | Foto: Linda Katharina Klein
Fruchtiges Salatdressing | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (3 Minuten): 1. Ei schälen und mit ein wenig Olivenöl aufmixen. 2. Weitermixen und während dessen erst langsam das restliche Olivenöl, dann den Orangensaft dazugeben. 3. Senf und Säure untermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. 4. Bis zur Verwendung kühl stellen. Das Dressing dickt dabei leicht an. 5. Im Kühlschrank ist das Dressing bis zu drei Tage haltbar.
Buttermilch-Bohnen-Suppe (oder wie Oma sagte ist Bottermilch Bunnezupp) ist ein typisch rheinisches Gericht. Nach der Bohnenernte haben auch wir einen Teil der Bohnen direkt im Garten geschnippelt. Ein Teil wanderte in die erste Suppe der Saison, ein Teil ins Gefrierfach. So konnten wir uns wir uns auch an kalten Wintertagen an der Suppe wärmen. Noch heute liebe ich dieses Rezept. So zeigt es doch, dass Hausmannskost einfach und fein zugleich sein kann.
Buttermilch-Bohnen-Suppe | Foto: Linda Katharina Klein
Buttermilch-Bohnen-Suppe | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Kartoffeln schälen und in Wasser circa 20 Minuten gar kochen. 2. Währenddessen die Bohnen in halbieren, die holzigen Enden abschneiden und in kochendem Wasser fünf Minuten blanchieren, dann in Eiswasser (alternativ sehr kaltes Wasser) abschrecken. Bei der Verwendung von gefrorenen Bohnen, diese ebenso blanchieren und abschrecken, die Kochzeit zählt allerdings erst, wenn das Wasser samt der hineingegeben Bohnen wieder aufkocht. 3. Wasser der Kartoffeln abschütten und die Kartoffeln grob stampfen. 4. Buttermilch, Sahne, Salz und Pfeffer zu den Kartoffeln geben und aufkochen lassen. 5. Während dessen Eier sechs Minuten lang kochen, bis sie weich sind. 6. Suppe mit Essig abschmecken, Bohnen hinzugeben und zusammen mit den gepellten und halbierten Eiern servieren.
Orangengelee ist ein süßes Gelee, das Desserts aber auch herzhafte Gerichte hervorragend akzentuiert. So harmoniert es perfekt mit dunklem Geflügelfleisch aber auch Wild, kann darüber hinaus in Perlen-Form auch auch Nachtisch verfeinern oder fruchtige Zwischenschichten oder Toppings für Desserts im Glas darstellen. bei Süßspeisen harmoniert es dabei optimal mit dunkler Schokolade und Vanille-Noten, wie sie sich zum Beispiel in Panacotta und Mousse au chocolate finden.
Zubereitung (30 Minuten): 1. 100 Milliliter Orangensaft mit der Stärke mischen. 2. Restliche Zutaten mischen und aufkochen. 3. Stärkemischung mit einem Schneebesen unterrühren. 4. Orangengel zum aushärten in Formen geben oder am Stück auskühlen lassen und dann zurecht schneiden.
Edel. Knusprig. Elegant. Blätterteig-Pasteten (Vol-au-vent) erinnern an die klassische französische Hochküche. Oftmals mit Ragout fin oder Hühnerfrikassee gefüllt, gelten die Königspasteten als traditionelle Vorspeise. Mit wenigen Handgriffen kannst du diese selbst zaubern und sogar ganz einfach eine vegane Variante backen.
Blätterteig-Pasteten | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (6 Pasteten): 1 Packungen Blätterteig | 1 Esslöffel (pflanzliche) Milch | 1 Eigelb oder 1 Esslöffel Agavendicksaft für eine vegane Version
Blätterteig-Pasteten | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Ofen auf 170 Grad vorheizen. 2. Blätterteig dünn ausrollen und 15 Kreise ausstechen. 3. Sechs Kreise zur Seite legen. 4. Mit einer kleineren Ausstechform Kreise aus den Kreisen ausstechen, sodass Ringe entstehen. 5. Teigreste zusammenfalten, ausrollen und solange wiederholen bis 13 weitere Ringe ausgestochen sind. 6. Jetzt hast du sechs Kreise und 24 Ringe. Lege die sechs Ringe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und staple je vier Ringe darauf. 7. Mische die Milch mit dem Eigelb bzw. dem Agavendicksaft und pinsele die Blätterteig-Rohlinge damit gründlich von außen und innen ein. 8. Backe die Pasteten 20 Minuten, bis sie goldgelb und knusprig sind.
Zum Grillen, zu Weihnachten, zum Picknick oder einfach Zwischendurch. Kartoffelsalat schmeckt nach Kindheit, ist besonders cremig und lässt sich perfekt vorbereiten. Jetzt kannst du dieses Gericht auch ganz einfach in vegan zaubern.
Veganer Kartoffelsalat | Foto: Linda Katharina Klein
Veganer Kartoffelsalat | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (45 Minuten): 1. Kartoffeln ungeschält gar kochen (ja nach Größe circa 20 Minuten). 2. Kartoffeln abschütten und ausdampfen lassen. 3. Währenddessen Schnittlauch in feine Ringe schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einem Dressing vermengen. 4. Kartoffeln noch warm schälen, in Scheiben schneiden und vorsichtig mit dem Dressing vermengen.
Tiefschwarz. Intensiv. Malzig. Biersauce verleiht nicht nur Braten und deftigen Gerichten wie Pulled Pork eine ganz besondere Note, sondern gibt auch fleischlosen Rezepten eine intensive Note. Bei der Wahl des Bieres muss es hier unbedingt ein Stout, ein Ale mit starken Malz- und Röstaromen sein. Langsam einreduziert entsteht so eine herrliche Sauce.
Zubereitung (190 Minuten): 1. Gemüse grob hacken und 60 Minuten bei 200° rösten. Wenn ihr parallel ein Braten etc. im Ofen habt, passt die Temperatur und Garzeit gerne entsprechend an. 2. Geröstetes Gemüse in einen Topf geben mit Fond übergießen und 30 Minuten lang aufkochen. 3. Fond passieren (Gemüse nicht pürieren oder durchs Sieb drücken) 4. Fond nochmal durch ein extra feines Sieb geben und stark erhitzen. 5. Fond 30 Minuten lang einreduzieren, dann mit Stout auffüllen (falls ihr vom Anbraten einen Bratensatz habt könnt ihr diesen jetzt dazugeben) und erneut bis auf die gewünschte Konsistenz einreduzieren lassen. 6. Falls ihr nicht die ganze Sauce benötigt, könnt ihr diese in einer Eiswürfelform portionsweise einfrieren.