Grün. Einfach. Saftig. Zu Hausmannskost kamen bei uns früher oft Beilagensalate auf den Tisch. Ganz oft dabei: Grüner Bohnensalat. Dieser passte super zu Frikadellen, Kotelett & Co. Heute servieren wir ihn auch gerne zu vegetarischen Gerichten oder in einer komplett veganen Version. So oder so ist dieser einfache Bohnensalat super mit anderen Komponenten zu kombinieren. Und ganz unkompliziert nebenher zuzubereiten.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Einen großen Topf mit heißem Wasser und zwei Esslöffeln Salz aufsetzen. 2. Bohnen von holzigen Enden befreien, ins kochende Wasser geben und circa zehn Minuten kochen. 3. In der Zwischenzeit Zwiebeln schälen und fein hacken. 4. Zwiebeln mit Essig, einem flachen Esslöffel Salz und der Kondensmilch vermengen. 5. Bohnen aus dem Wasser nehmen und in Eiswasser (alternativ sehr kaltem Wasser) abschrecken. 6. Dressing mit den Bohnen vermischen und servieren.
Thunfisch. Mais. Paprika. Kidneybohnen. Viel mehr braucht dieser Salat nicht. Denn Gutes kann so einfach sein. Wir lieben Thunfischsalat als schnelles Abendessen, wenn nicht viel im Haus ist oder Snack fürs Büro. Schließlich lässt er sich super vorbereiten, da er nicht matschig wird. Stattdessen zieht er einfach nur besser durch und wird noch intensiver im Geschmack.
Thunfisch-Salat mit Paprika | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (2 Portionen oder vier Beilagen- bzw. Vorspeisensalate): 2 Dosen (veganen) Thunfisch | 1 Glas Mais (ca. 340 Gramm) | 1 Glas Kidneybohnen (circa 350 Gramm) | 2 Paprika | 1 Zwiebel (ca. 50 Gramm) | 4 Esslöffel Olivenöl | 4 Esslöffel hellen Balsamico oder Zitronensaft | 1,5 Teelöffel Kräuter der Provence | 1,5 Teelöffel Salz | 1 Teelöffel Pfeffer | 1 Teelöffel Prise Zucker
Thunfisch-Salat mit Paprika | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (5 Minuten): 1. Zwiebel schälen und fein würfeln. 2. Mais, Thunfisch und Bohnen abschütten. 3. Paprika waschen, Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. 4. Olivenöl, Säure, Kräuter, Salz, Pfeffer und Zucker zu einem Dressing vermengen und zum Salat geben.
Zarte Möhrchen, leicht karamellisiert und himmlisch weich. Diese Karotten sind die vielleicht beste Beilage aller Zeiten. Wenn du sie im Ganzen garst, wirken sie unglaublich edel. Und ein wenig Puderzucker sorgt für feinen Glanz. Wir servieren sie gerne zu besonderen Festmahlen, aber so schnell und einfach, wie sie gemacht sind, sollten wir sie wahrscheinlich öfter genießen.
Karamellisierte Möhrchen | Foto: Linda Katharina Klein
Karamellisierte Möhrchen | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (20 Minuten): 1. Möhrengrün kürzen, Möhren waschen und je nach dicke acht bis zehn Minuten vorkochen. 2. Möhren kurz abtropfen lassen, währenddessen Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen. 3. Möhren von allen Seiten anbraten, dann mit gesiebten Puderzucker und Salz bestreuen. 4. Sobald der Zucker geschmolzen ist, können die Möhrchen serviert werden.
Zarte Rouladen in einer tiefdunklen Sauce. So edel kann Hausmannskost sein! Wir machen gerne die klassische Version nach Omas Rezept, also Rouladen aus der Oberschale eine Füllung aus Senf, geräuchertem Schinken, Zwiebeln und Gewürzgurken. Dann kommt es nur noch darauf an, die Rouladen auf kleiner Flamme langsam zu schmoren. Ich empfehle sie mindestens zwei Stunden in meiner dunklen Sauce mit Rotwein köcheln zu lassen. Um Zeit zu sparen, kannst du diese auch super vorkochen und einkochen oder einfrieren.
Rinderrouladen mit dunkler Sauce | Foto: Linda Katharina Klein
Rinderrouladen mit dunkler Sauce | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (3,5 Stunden): 1. 300 Gramm Zwiebeln halbieren und samt Schale mit etwas Öl in einem großen Topf auf der Schnittfläche dunkel rösten. 2. In der Zwischenzeit das Möhren und Sellerie grob hacken und dazugeben. 3. Gemüse braten, bis alle Stücke etwas Farbe genommen haben. 4. Tomatenmark unterrühren, zwei Minuten mitbraten, dann mit 100 Milliliter Rotwein ablöschen. 5. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, wieder mit 100 Milliliter aufgießen. 6. Wiederholen bis 400 Milliliter Rotwein eingearbeitet sind, dann mit weiteren 200 Milliliter Rotwein und 1200 Milliliter Fond aufgießen. 7. Lorbeer, Piment und Pfefferkörner dazugeben und die Sauce mindestens 45 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. 8. In der Zwischenzeit Rouladen plattieren, nebeneinander ausbreiten und gut salzen und pfeffern. 9. Senf auf die Rouladen streichen und jeweils eine Scheibe Schinken darauf platzieren. 10. Restliche 150 Gramm Zwiebeln schälen, fein hacken und die Masse auf dem Schinken verteilen. 11. Jetzt die Gewürzgurken der länge nach Vierteln und am Ende einer jeden Roulade drapieren. 12. Du Rouladen fest einrollen. 13. 5 Stücke Küchengarn (jeweils circa eine Armlänge) abschneiden und die Rouladen damit fixieren. 13. Butter auslassen und die Rouladen darin von allen Seiten anbraten, dann wieder herausnehmen. 14. Bratensatz mit dem restlichen Rotwein ablöschen und zur Sauce geben. 15. Sauce passieren (durch ein feines Sieb geben). Dabei das Gemüse leicht ausdrücken. 16. Passierte Sauce mit dem restlichen Fond, Salz, Zucker und den Rouladen in einen Topf geben und auf kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel circa zwei Stunden schmoren. 17. Rouladen herausnehmen. 18. Circa 200 Milliliter der Sauce abschöpfen und die Speisestärke einrühren, dann das Gemisch in die Sauce einrühren und die Sauce köcheln lassen, bis diese andickt. 19. Garn von den Rouladen entfernen und mit der Sauce servieren oder zum haltbar machen 120 Minuten bei 100 Grad einkochen (bitte beachte dazu auch meine Einkochhinweise).
Grün. Frisch. Minzig. Mushy Peas ist ein typisch britischer Dip aus Erbsenbrei, der vor allem zu Fish & Chips gereicht wird. Die Mushy Peas sind hierbei keineswegs Nebendarsteller, sondern verleihen dem Nationalgericht erst seine Tiefe. Ganz klassisch, kommt nichts außer Salz und Pfeffer an die Erbsen. Heutzutage hingegen werden die Erbsen in vielen Teilen Englands mit Minzsauce gereicht oder direkt mit Minze abgeschmeckt. Oft kommt auch noch Zucker und etwas Zitronensaft oder Essig hinzu. Ich finde letztere Version am besten, verwandelt sie einen simplen Erbsenbrei doch in ein feines Spiel aus Süße und Säure.
Zubereitung (7 Minuten): 1. Erbsen mit Butter in einen kleinen Topf erhitzen und circa fünf Minuten garen (spätestens, wenn die Erbsen leicht gräulich werden sollten, sind sie gar). 2. Minze, Zitronensaft, einen halben Teelöffel Salz und Pfeffer hinzufügen und das Ganze kurz anpürieren (es soll noch stückig bleiben).
Dazu passt hervorragend: Fish & Chips! Jetzt noch mehr Dips entdecken!
Cremig. Kühl. Erfrischend. Joghurt-Sauce ist der perfekte Kontrast zu scharfen oder deftigen Gerichten. Damit passt sie perfekt zu Falafel, Bifteki, Kebab und Köfte. In wenigen Sekunden zusammengemischt, kannst du so deine Gerichte verfeinern oder sie als Dip nutzen. Frische Minze schmeckt besonders erfrischend, aber falls du keine zur Hand hast, kannst du problemlos auch getrocknete verwenden.
Joghurt-Sauce mit Minze | Foto: Linda Katharina Klein
Tiefdunkle Farbe, vollmundiger Geschmack und feine Rotwein-Aromen. Von dieser dunklen Soße will man einfach immer mehr. Und mit diesem Rezept geht das auch ganz einfach. Denn im Gegensatz zu meiner klassischen Bratensauce ohne Alkohol, lassen sich von dieser Sauce relativ schnell große Mengen gewinnen. So diese Soße wird nur leicht einreduziert und dann mit Maisstärke angedickt. Saucen zu binden war noch nie so leicht. Das Beste: Bei der Verwendung von glutenfreier Stärke kannst du die Sauce sogar einkochen und so direkt große Mengen auf Vorrat produzieren.
Dunkle Sauce mit Rotwein | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (4 große oder acht kleine Portionen): 1,2 Liter Rinderfond oder Geflügelfond oder für eine vegane/vegetarische Version Gemüsefond | 300 Gramm Zwiebeln | 200 Gramm Möhren | 500 Gramm Sellerie (kann durch Gemüse wie Weißkohl, Wirsing etc. ersetzt werden, damit die Sauce besser zum Gericht passt) | 50 Gramm Tomatenmark | 750 Milliliter Rotwein | 10 Körner Piment | 3 Lorbeerblätter | 1 Esslöffel Pfefferkörner | 1-2 Esslöffel Salz | 1 Löffel Zucker | 50-75 Gramm Speisestärke (zum Einkochen bitte Kartoffelstärke verwenden) | Optional: 1 Esslöffel Kümmelsaat. wenn die Sauce zu deftigen Gerichten gereicht wird
Dunkle Sauce mit Rotwein | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (90 Minuten): 1. Zwiebeln halbieren und samt Schale mit etwas Öl in einem großen Topf auf der Schnittfläche dunkel rösten. 2. In der Zwischenzeit das restliche Gemüse grob hacken und dazugeben. 3. Gemüse braten, bis alle Stücke etwas Farbe genommen haben. 4. Tomatenmark unterrühren, zwei Minuten mitbraten, dann mit 100 Milliliter Rotwein ablöschen. 5. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, wieder mit 100 Milliliter aufgießen. 6. Wiederholen bis 400 Milliliter Rotwein eingearbeitet sind, dann mit dem restlichen Rotwein und 600 Milliliter Fond und ggf. Bratensatz aufgießen. 7. Lorbeer, Piment und Pfefferkörner (bei deftigen Gerichten auch Kümmelsaat) dazugeben und die Sauce mindestens 45 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. 8. Sauce passieren (durch ein feines Sieb geben). Dabei das Gemüse leicht ausdrücken. 9. Passierte Sauce erneut aufkochen, restlichen Fond, Salz und Zucker dazugeben und 30 Minuten einreduzieren. 10. Circa 200 Milliliter der Sauce abschöpfen und die Stärke einrühren, dann das Gemisch in die Sauce einrühren und die Sauce köcheln lassen, bis diese andickt. 11. Servieren oder zum haltbar machen 120 Minuten bei 100 Grad einkochen (bitte beachte dazu auch meine Einkochhinweise).
Rote Linsen. Kreuzkümmel. Harissa-Paste. Orientalische Linsensuppe wärmt von innen, ist herrlich aromatisch und entführt dich in einen Traum von tausend und einer Nacht. Mein Geheimnis: Eine Prise Zimt. Dabei ist die Suppe nicht nur vitaminreich und vegan, sondern auch besonders nahrhaft.
Orientalische Linsensuppe | Foto: Linda Katharina Klein
Orientalische Linsensuppe | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (45 Minuten): 1. Zwiebeln, Möhren und Knoblauch schälen und würfeln. 2. Gemüse in Öl anschwitzen. 3. Wenn die Zwiebeln glasig sind, Zimt, Kreuzkümmel und Harissa-Paste kurz mitrösten, dann mit Fond ablöschen. 4. Gehackte Tomaten und Linsen hinzugeben, aufkochen und zugedeckt 30 Minuten auf kleine Flamme unter gelegentlichem umrühren köcheln lassen. 5. Suppe pürieren (kann aber auch stückig gegessen werden). 6. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und mit frischen Zitronenspalten servieren. 7. Servieren oder bei 100° Grad 120 Minuten einkochen (bitte beachte dazu auch meine Einkochhinweise).
Lauchgemüse in cremiger Sauce war eins meiner Lieblingsgerichte als Kind. Omas Geheimzutat: Kondensmilch statt Milch oder Sahne. Und das Ergebnis sprach für sich: Das Lauch war super weich und so köstlich, dass wir noch den letzten Rest aus dem Topf kratzen. Noch heute bereite ich Porree nach Omas Rezept zu.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Lauch gründlich waschen, Wurzel abschneiden und in circa 0,5 Millimeter dicke Ringe schneiden. 2. Lauch in Wasser circa sieben bis zehn Minuten al dente kochen, Wasser abgießen und auffangen. 3. In einem Topf Butter schmelzen, dann Mehl einrühren und mit 400 Milliliter vom Lauchsud ablöschen. 4. Kondensmilch dazugeben und unter Rühren aufkochen, bis die Sauce andickt. 5. Zucker und Muskatnuss unterrühren, dann das Lauchgemüse zur Sauce geben und fünf Minuten gar ziehen lassen.
Geflügelfond ist die perfekte Grundlage für Suppen und Saucen. Selbstgekocht ist er besonders kräftig im Geschmack. Neben Hühnerklein für traditionelles Hühnerfond, kannst du auch anderes Geflügel wie zum Beispiel Ente verwenden. Zusammen mit Gemüse und Gewürzen reduziert ein, bis du den perfekten Geflügelfond für deine Gerichte hast.
Zubereitung (95 Minuten): 1. Geflügelklein in einem Topf im Fett scharf anbraten. 2. Gemüse (samt Schale) grob hacken und mitrösten, bis alles gut gebräunt ist. 3. Mit Weißwein ablöschen und mit Wasser auffüllen. 4. Lorbeerblätter, Piment und Pfefferkörner hinzugeben und die Brühe mindestens 90 Minuten köcheln lassen. 5. Fond durch ein Sieb abseihen. 6. Jetzt kannst du den Fond entweder zu einer Suppe oder Sauce weiterverarbeiten oder den Fond für eine Verwendung zu einem späteren Zeitpunkt einkochen. 7. Für letzteres füllst den Fond in mit kochendem Wasser ausgespülte Schraubgläser und kochst diese bei 100 Grad 120 Minuten ein (bitte beachte hierzu die genauen Einkochvorgaben).
Klassisch. Einfach. Und doch genial. Gebackener Hokkaidokürbis ist hierzulande vielleicht das beliebteste Kürbisgericht. Kein Wunder, backt sich sich der Kürbis doch quasi wie von selbst. Nicht mal schälen muss man ihn. An kalten Tagen ein würzig duftendes Blech aus dem Ofen zu ziehen hat, da schon etwas ganz besonderes. Wir servieren Hokkaido dabei am liebsten mit einem Sour-Creme-Dip.
Gebackener Hokkaido-Kürbis | Foto: Linda Katharina Klein
Gebackener Hokkaido-Kürbis | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Hokkaido waschen, halbieren und Kerngehäuse entfernen. 2. Kürbis auf die Schnittfläche lege und in circa 1,5 cm breite Kürbisspalten schneiden. 3. Kürbisspalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Olivenöl beträufeln und bei 180° 25 Minuten backen. 4. Nachdem servieren salzen.
Buttermilch-Bohnen-Suppe (oder wie Oma sagte ist Bottermilch Bunnezupp) ist ein typisch rheinisches Gericht. Nach der Bohnenernte haben auch wir einen Teil der Bohnen direkt im Garten geschnippelt. Ein Teil wanderte in die erste Suppe der Saison, ein Teil ins Gefrierfach. So konnten wir uns wir uns auch an kalten Wintertagen an der Suppe wärmen. Noch heute liebe ich dieses Rezept. So zeigt es doch, dass Hausmannskost einfach und fein zugleich sein kann.
Buttermilch-Bohnen-Suppe | Foto: Linda Katharina Klein
Buttermilch-Bohnen-Suppe | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Kartoffeln schälen und in Wasser circa 20 Minuten gar kochen. 2. Währenddessen die Bohnen in halbieren, die holzigen Enden abschneiden und in kochendem Wasser fünf Minuten blanchieren, dann in Eiswasser (alternativ sehr kaltes Wasser) abschrecken. Bei der Verwendung von gefrorenen Bohnen, diese ebenso blanchieren und abschrecken, die Kochzeit zählt allerdings erst, wenn das Wasser samt der hineingegeben Bohnen wieder aufkocht. 3. Wasser der Kartoffeln abschütten und die Kartoffeln grob stampfen. 4. Buttermilch, Sahne, Salz und Pfeffer zu den Kartoffeln geben und aufkochen lassen. 5. Während dessen Eier sechs Minuten lang kochen, bis sie weich sind. 6. Suppe mit Essig abschmecken, Bohnen hinzugeben und zusammen mit den gepellten und halbierten Eiern servieren.