Knackiger Weißkohl mit kräftigem Kümmel und rauchigem Speck. Ein deftiger Krautsalat ist schon was Feines. Ob zur Brotzeit oder als Beilagensalat zum Hauptgericht: dieser Salat ist ein Statement. Wir machen daher immer direkt eine große Portion.
Krautsalat mit Speck | Foto: Linda Katharina Klein
Krautsalat mit Speck | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (1 Tag): 1. Weißkohl vierteln, Strunk entfernen und dann in feinen Streifen runterschneiden. 2. Zucker und Salz zum Weißkohl geben und kräftig einmassieren (den Weißkohl richtig zusammendrücken). 3. Essig und Kümmel untermengen. 4. Speck in feine Würfel schneiden, in einem Topf auslassen und zum Krautsalat geben. 5. Krautsalat über Nacht durchziehen lassen.
Zartes Fleisch, cremige Füllung, krosser Speck. Mein Putenröllchen im Speckmantel ist ein wahres Festtagsgericht. Im Innersten verbirgt sich dabei eine Füllung aus gebratenen Champignons, Käse und Prosciutto Cotto. Dabei passt es perfekt zu aller Art von Kartoffelbeilagen wie Herzogin-Kartoffeln, Kartoffelgratin, Röstkartoffeln aber auch Kartoffelklöße. Das Beste: Aus dem Bratensatz könnt ihr euch ganz einfach eine köstliche Pfannensauce mit Rotwein ziehen. Ein wahres Gericht für Gourmets!
Putenröllchen im Speckmantel | Foto: Linda Katharina Klein
Putenröllchen im Speckmantel | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (60 Minuten): 1. Ofen auf 100°C vorheizen. 2. Champignons säubern und in feine Würfel schneiden. 3. Pilzwürfel mit einem Teelöffel Olivenöl anbraten, dann in mit dem Frischkäse in eine Schüssel geben. 4. Gouda reiben und zum Frischkäse geben. 5. Käsemasse mit Salz und Pfeffer würzen. 5. Putenschnitzel waschen, trocken tupfen und platt klopfen. 6. Die Creme gleichmäßig auf die Schnitzel schmieren. 7. Schinken Scheiben der Länge nach halbieren und auf die Schnitzel geben. 8. Putenschnitzel einrollen und mit der offenen Seite nach unten auf einem Teller zwischenlagern. 9. Eine Scheiben Bacon so auf ein Brettchen geben und die nächste so darauflegen, dass sie sich auf der langen Seite circa zu einem Drittel überlappen. Wiederholen bis vier Bacon-Scheiben aufeinanderliegen. 10. Das Putenröllchen so auf die Bacon-Scheiben setzen, dass es über alle vier Scheiben reicht. 11. Putenröllchen einrollen und wieder auf der offenen Seite zwischenlagern. 12. Vorgang mit für die anderen drei Putenröllchen wiederholen. 13. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Putenröllchen (zuerst mit der offenen Seite nach unten) kräftig von allen Seiten anbraten, bis sie rund herum goldbraun sind. 15. Putenröllchen auf ein Rost in den vorgeheizten Ofen legen, ein Fleischthermometer ins innere Fleisch (nicht in die Füllung) stechen und die Putenröllchen garen, bis das Thermometer eine Kerntemperatur von 80 Grad anzeigt. 16. In der Zwischenzeit 200 Milliliter Rotwein zum Bratensatz und dem ausgelaufenen Käse geben und alles miteinander vermengen. 17. Masse durch ein feines Sieb in einen Topf geben. 18. Rotweinsauce circa 8 Minuten auf voller Hitze einreduzieren, bis sie fast am Boden klebt. Dann von der Hitze nehmen. 19. Putenroulade aus dem Ofen nehmen und auf einem Holzbrett drei Minuten ruhen lassen. 20. Sauce unter ständigem Rühren mit 150 Gramm kalter Butter binden. 21. Putenröllchen (mit einem sehr scharfen Messer) in Scheiben schneiden (die Endstücke darf der Koch bzw. die Köchin naschen). 22. Putenröllchen auf der Rotweinsauce servieren.
Rote Bete, rote Zwiebeln, Feta. Zusammen verschmelzen die drei Komponenten zu einem kulinarischen Gedicht. Ich serviere es am liebsten als warmen Salat und bette das Gemüse auf Rucola. So harmoniert die Süße der gebackenen roten Bete und Zwiebeln optimal mit den leichten Bitteraromen. Das Ergebnis: Eine elegante Vorspeise, die durchaus auch als raffinierte Hauptspeise gereicht werden kann.
Gebackene Rote Bete mit Schafskäse | Foto: Linda Katharina Klein
Gebackene Rote Bete mit Schafskäse | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (35 Minuten): 1. Ofen auf 180 Grad vorheizen. 2. Rote Bete schälen und in circa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. 4. Rote Zwiebeln schälen, vierteln und ebenfalls auf Blech geben. 5. Rote Bete und rote Zwiebeln mit vier Esslöffeln Olivenöl beträufeln und circa 25 Minuten backen. 6. Währenddessen den Rucola waschen und gründlich trocknen. 7. Auf drei Esslöffeln Olivenöl, Balsamico, Salz, Pfeffer und Agavendicksaft oder Honig ein Dressing anrühren. 8. Sobald das Ofengemüse fertig gebacken ist, den Salat mit dem Dressing vermengen und auf die Teller verteilen. 9. Rote Bete und rote Zwiebeln darauf schichten. 10. Feta mit den Händen (oder mit Hilfe einer Gabel) zerbröseln und auf die Bete geben. 11. Noch warm servieren.
Ehrlich, bodenständig und einfach köstlich. Birnen, Bohnen & Speck ist ein klassisches Gericht der Norddeutschen Küche und sehr einfach zuzubereiten. Denn hier wird sich auf das Wesentliche konzentriert. Etwas Süßes, etwas Salziges und ein wenig Säure, mehr braucht es nicht. So steht in 30 Minuten ein Gericht auf dem Tisch, das mit ein wenig Fingerspitzengefühl aussieht, als käme es aus dem feinstem Restaurant der Stadt.
Birnen, Bohnen & Speck | Foto: Linda Katharina Klein
Birnen, Bohnen & Speck | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Die Hälfte der Zwiebeln schälen und vierteln. 2. 200 Gramm vom Speck grob schneiden und mit der geviertelten Zwiebel und dem Bohnenkraut in einem großen Topf kräftig anbraten. 3. Mit Weißwein ablöschen und mit einem Liter Wasser aufgießen. 4. Sobald das Wasser köchelt, die Birnen hineingeben und circa zwanzig Minuten pochieren. 5. Währenddessen die holzigen Enden der Bohnen abschneiden und diese in heißem Wasser drei bis fünf Minuten pochieren, dann in Eiswasser (alternativ sehr kaltem Wasser) abschrecken. 6. Den Rest der Zwiebeln schälen und mit dem restlichen Speck fein würfeln und in Butter anbraten. 7. Zwiebeln und Speck auf die Bohnen geben und die pochierten Birnen und den gekochten Speck darauf platzieren.
Knuspriger Käse, hauchdünne Kartoffelscheiben, cremige Sahnesauce. Kartoffelgratin ist eine klassische französische Beilage, die vor allem durch ihre Schlichtheit überzeugt. Mit nur wenigen Zutaten entsteht so ein aromatischer Auflauf. Ob rustikal in der Form serviert, oder zu eleganten Portionen ausgestochen: Kartoffelgratin ist ein wahrer Hochgenuss.
Kartoffelgratin | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (4 Portionen): 1 Kilo kleine Kartoffeln | 400 Milliliter (vegane) Sahne oder Hafer Cuisine | 1 Lorbeerblatt | 1 Esslöffel Öl | 1,5 Esslöffel Salz | 1 Teelöffel Pfeffer | 50 Gramm (veganen) Käse
Kartoffelgratin | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (80 Minuten): 1. Ofen auf 180° Grad vorheizen. 2. Sahne mit dem Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer auskochen, dann von der Hitze nehme und mit geschlossenem Deckel ziehen lassen. 2. Kartoffeln schälen und (mit einer Mandoline) in feine Scheiben schneiden. 3. Ofenform mit Öl fetten und Kartoffeln so hineinschichten, dass sie sich überlappen. 4. Sahne über die Kartoffeln gießen. 5. Käse reiben und auf das Gratin geben. 6. Gratin circa 60 Minuten backen. Falls der Käse zu dunkel wird, rechtzeitig mit einer weiteren Ofenform abdecken. 7. Kartoffelgratin in der Form servieren oder kleinere Portionen ausstechen und vorsichtig aus der Form heben.
Chimichurri ist eine argentinische Sauce aus Petersilie, Thymian, Oregano, Lorbeer und Knoblauch. Durch das Untermischen von Olivenöl wird sie Sauce nicht nur besonders sämig, sondern auch haltbar. So entfaltet sie ihr typisch intensives Aroma vor allem über die Zeit. Ich empfehle daher die Sauce eine Woche im Voraus herzustellen.
Zubereitung (3 Minuten): 1. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken. 2. Petersilie waschen und trocken tupfen, holzige Stiele abschneiden. 3. Chili entkernen und fein hacken. 4. Alle Zutaten bis aus das Öl in einen Mörser geben und stampfen. 5. Sobald eine homogene Masse entsteht, langsam Öl hinzugeben. 6. Chimichurri Sauce mit Salz abschmecken. 7. Sauce sofort genießen oder bis zum Verzehr in ein mit kochendem Wasser ausgespültes Schraubglas geben, gut verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Nach rund einer Woche schmeckt die Sauce besonders gut.
Elegant. Weich. Und doch knusprig. Herzogin-Kartoffeln sind eine klassische französische Beilage aus gebackenem Kartoffelpüree. Die gekochten Kartoffeln, werden mit Butter, Eigelb und Gewürzen vermengt und in der gewünschten Form auf ein Backblech gespritzt, um sie im Ofen knusprig zu backen.
Zubereitung (60 Minuten): 1. Kartoffeln schälen und je nach Größe circa zwanzig Minuten garkochen. 2. Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. 3. Ofen auf 200 Grad vorheizen. 3. Kartoffeln zerstampfen oder durch eine Kartoffelpresse geben und mit drei Eigelb, Salz und Pfeffer vermengen. 4. Kartoffelmasse in einen Spritzbeutel geben und circa zwanzig Herzoginkartoffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. 5. Eigelb mit Milch verquirlen und vorsichtig auf die Herzoginkartoffeln pinseln. 6. Herzogin-Kartoffeln circa 20 Minuten im unteren Ofendrittel backen.
Knallrot. Fruchtig. Zuckersüß. Cranberry-Sauce ist eine hervorragende Alternative zu Preiselbeeren und harmoniert exzellent mit dunklem Fleisch wie Rind oder Ente. Aber auch für Desserts und zum Backen ist Cranberry-Sauce bestens geeignet. Das Beste: Die Moosbeere steckt voller Antioxidantien. Trotzdem reicht pro Portion ein Löffel der Portion, da der Geschmack sehr intensiv ist.
Zubereitung (25 Minuten): 1. Schale einer Orange reiben und diese auspressen. 2. Cranberries waschen, trocknen und die Hälfte in einem Topf erhitzen. 3. Orangensaft und Zucker hinzufügen. 4. Sternanis, angedrückte Kardamom-Kapseln und Nelken in ein Gewürz- oder Teesieb geben und dieses in die Sauce legen. 5. Sauce solange auf kleiner Flamme köcheln, bis ersten Cranberries aufplatzen, dann die übrigen Cranberries hinzugeben und Sauce kochen, bis auch weich sind. 6. Gewürze bzw. Sieb entfernen. 7. Sofort servieren oder (falls du die Sauce länger als ein paar Tage im Kühlschrank lagerst) diese in mit kochendem Wasser ausgespülte Schraubgläser geben und 30 Minuten bei 90° Grad einkochen. Bitte beachte dazu auch die genauen Einkochvorgaben.
Kartoffelstampf. Gebratene Flönz. In Malzbier karamellisierte Äpfel. Meine moderne Interpretation des traditionellen Kölner Gerichts Himmel und Ääd, setzt auf besonders intensive Aromen im eleganten Gewand. So schmelze ich die Blutwurst, karamellisiere die Äpfel in kölschem Malzbier und serviere das Gericht gerne mit einer süß-herben Biersauce. Für ein wenig Crunch, gibt es obenauf manchmal noch einen knusprigen Apfelchip.
Zubereitung (45 Minuten): 1. Kartoffeln schälen und je nach Größe circa 20 bis 25 Minuten kochen. 2. In der Zwischenzeit Zwiebel schälen, in Ringe schneiden und in Butter und mit zwei Löffeln braunem Zucker glasig braten. Mit Apfelessig ablöschen und einem Teelöffel Salz würzen. 3. Flönz pellen und in circa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. 4. Kartoffeln abschütten und ausdampfen lassen. 5. In der Zwischenzeit Äpfel halbieren, Kerngehäuse entfernen und in spalten schneiden. 6. Vier Esslöffel braunen Zucker in einer Pfanne schmelzen, dann die Apfelspalten hinzugeben und sofort mit Malzbier ablöschen. 7. Apfelspalten unter vorsichtigem Rühren weichkochen. 8. Währenddessen die Kartoffeln mit Frischkäse und einem Esslöffel Salz grob zerstampfen. 9. Kartoffelstampf mit den karamellisierten Zwiebeln und Apfelspalten anrichten. 10. Die Flönz-Scheiben in der Pfanne kurz anschmelzen, dann oben aufsetzen. 12. Pur oder mit Apfelchip und Biersauce reichen.
Knusprig. Aromatisch. Köstlich. Hasselback Potatoes sind Ofenkartoffeln auf schwedische Art. Die Fächerkartoffeln werden eingeschnitten, mit Butter beträufelt und im Ofen gebacken. Durch das Fett und die Hitze backen die einzelnen Scheiben knusprig aus. Die Hasselback-Kartoffeln schmecken dadurch wie eine Mischung aus Röstkartoffeln und Chips.
Zubereitung (75 Minuten): 1. Ofen auf 200 Grad vorheizen. 2. Knoblauch schälen und fein hacken. 3. Butter in einem kleinen Topf schmelzen, Knoblauch hinzugeben und die Butter warm halten. 4. Die Kartoffeln so mehrfach einschneiden, dass viele dünne Chips entstehen, die an einem Ende zusammengehalten werden. Am besten und schnellsten geht dies mit zwei Kochlöffeln aus Holz. Lege die Kartoffel einfach zwischen zwei Holzlöffel, sodass du die Kartoffeln einschneiden kannst, aber das Messer von den Holzstielen gestoppt wird, bevor es vollständig durch die Kartoffel schneidet. 5. Kartoffeln in eine Ofenform geben, mit einem Viertel der Knoblauch-Butter bepinseln und in den Ofen schieben. 6. Kartoffeln insgesamt eine Stunde backen, dabei jede Viertelstunde erneut einpinseln und die Temperatur nach 30 Minuten auf 220 Grad erhöhen. 7. Kartoffeln vor dem Servieren mit Salz bestreuen.
Rustikal und doch edel. Gebackener Spaghetti-Kürbis ist ein beliebtes Gericht der italienischen Küche. Seinen Namen hat der Kürbis von seinem Fruchtfleisch, dessen langen Fasern an Spaghetti erinnern. Wie traditionelle Pasta harmoniert auch der Kürbis perfekt mit Knoblauch, Kräutern, Parmesan und Pinienkernen. Probier es aus und lass dich vom feinen Geschmack verführen.
Gebackener Spaghetti-Kürbis | Foto: Linda Katharina Klein
Gebackener Spaghetti-Kürbis | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (60 Minuten): 1. Ofen auf 200° Grad vorheizen. 2. Kürbis halbieren, Kerne entfernen, Olivenöl darüber geben und die Kürbishälften im Ofen 30 Minuten backen. 3. In der Zwischenzeit in einer Pfanne ohne Fett Pinienkerne anrösten, bis sie holdbraun sind, dann herausnehmen. 4. In der Pfanne Butter/Margarine auslassen, geschälten und fein gewürfelten Knoblauch sowie Thymianzweige hinzugeben und auf kleiner Flamme zehn Minuten darin rösten. 4. Geschmolzene Butter/Margarine mit Knoblauchstückchen in eine Schüssel geben, Thymianzweige bei Seite legen. 5. Parmesan, Salz und Pfeffer zur Butter geben und miteinander vermengen. 6. Kürbishälften aus dem Ofen nehmen und das Kürbisfleisch mit Hilfe von zwei Kabeln herauskratzen. 7. Kürbis-Spaghetti mit der Parmesanmasse vermengen und zurück in die Kürbishälften füllen. 8. Kürbis für weitere zwanzig Minuten backen, dann direkt servieren.
Cremig. Zwiebelig. Deftig. Obazda darf bei keiner bayrischen Brotzeit fehlen. Der Brotaufstrich besteht aus Camembert, Frischkäse, Butter, Zwiebeln, Paprikapulver, gemahlenem Kümmel, Salz und Pfeffer und wird gerne mit Brezeln, Laugenstangen oder Brot gereicht. Nach diesem Genuss braucht man gefühlt ein Nickerchen, aber der Geschmack war es allemal wert.
Zubereitung (5 Minuten): 1. Camembert in feine Würfel schneiden und mit Frischkäse und Butter mit einer Gabel vermengen und dabei leicht zerdrücken. 2. Zwiebel in feine Würfel schneiden und unterheben. Obazda mit Paprikapulver, Kümmel, Salz und Pfeffer würzen. 3. Schnittlauch klein hacken und zum Obazda geben.