Zarte Möhrchen, leicht karamellisiert und himmlisch weich. Diese Karotten sind die vielleicht beste Beilage aller Zeiten. Wenn du sie im Ganzen garst, wirken sie unglaublich edel. Und ein wenig Puderzucker sorgt für feinen Glanz. Wir servieren sie gerne zu besonderen Festmahlen, aber so schnell und einfach, wie sie gemacht sind, sollten wir sie wahrscheinlich öfter genießen.
Karamellisierte Möhrchen | Foto: Linda Katharina Klein
Karamellisierte Möhrchen | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (20 Minuten): 1. Möhrengrün kürzen, Möhren waschen und je nach dicke acht bis zehn Minuten vorkochen. 2. Möhren kurz abtropfen lassen, währenddessen Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen. 3. Möhren von allen Seiten anbraten, dann mit gesiebten Puderzucker und Salz bestreuen. 4. Sobald der Zucker geschmolzen ist, können die Möhrchen serviert werden.
Tiefdunkle Farbe, vollmundiger Geschmack und feine Rotwein-Aromen. Von dieser dunklen Soße will man einfach immer mehr. Und mit diesem Rezept geht das auch ganz einfach. Denn im Gegensatz zu meiner klassischen Bratensauce ohne Alkohol, lassen sich von dieser Sauce relativ schnell große Mengen gewinnen. So diese Soße wird nur leicht einreduziert und dann mit Maisstärke angedickt. Saucen zu binden war noch nie so leicht. Das Beste: Bei der Verwendung von glutenfreier Stärke kannst du die Sauce sogar einkochen und so direkt große Mengen auf Vorrat produzieren.
Dunkle Sauce mit Rotwein | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (4 große oder acht kleine Portionen): 1,2 Liter Rinderfond oder Geflügelfond oder für eine vegane/vegetarische Version Gemüsefond | 300 Gramm Zwiebeln | 200 Gramm Möhren | 500 Gramm Sellerie (kann durch Gemüse wie Weißkohl, Wirsing etc. ersetzt werden, damit die Sauce besser zum Gericht passt) | 50 Gramm Tomatenmark | 750 Milliliter Rotwein | 10 Körner Piment | 3 Lorbeerblätter | 1 Esslöffel Pfefferkörner | 1-2 Esslöffel Salz | 1 Löffel Zucker | 50-75 Gramm Speisestärke (zum Einkochen bitte Kartoffelstärke verwenden) | Optional: 1 Esslöffel Kümmelsaat. wenn die Sauce zu deftigen Gerichten gereicht wird
Dunkle Sauce mit Rotwein | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (90 Minuten): 1. Zwiebeln halbieren und samt Schale mit etwas Öl in einem großen Topf auf der Schnittfläche dunkel rösten. 2. In der Zwischenzeit das restliche Gemüse grob hacken und dazugeben. 3. Gemüse braten, bis alle Stücke etwas Farbe genommen haben. 4. Tomatenmark unterrühren, zwei Minuten mitbraten, dann mit 100 Milliliter Rotwein ablöschen. 5. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, wieder mit 100 Milliliter aufgießen. 6. Wiederholen bis 400 Milliliter Rotwein eingearbeitet sind, dann mit dem restlichen Rotwein und 600 Milliliter Fond und ggf. Bratensatz aufgießen. 7. Lorbeer, Piment und Pfefferkörner (bei deftigen Gerichten auch Kümmelsaat) dazugeben und die Sauce mindestens 45 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. 8. Sauce passieren (durch ein feines Sieb geben). Dabei das Gemüse leicht ausdrücken. 9. Passierte Sauce erneut aufkochen, restlichen Fond, Salz und Zucker dazugeben und 30 Minuten einreduzieren. 10. Circa 200 Milliliter der Sauce abschöpfen und die Stärke einrühren, dann das Gemisch in die Sauce einrühren und die Sauce köcheln lassen, bis diese andickt. 11. Servieren oder zum haltbar machen 120 Minuten bei 100 Grad einkochen (bitte beachte dazu auch meine Einkochhinweise).
Cremig. Schlotzig. Samtig weich. Milchreis ist die vielleicht schönste Kindheitserinnerung. Einen Löffel voll direkt aus dem Topf zu naschen, war einfach das Größte. Ob mit Zimt und Zucker, Zwetschkenröster oder Apfelkompott – noch heute ist Milchreis einer meiner Lieblingsnachtische.
Milchreis | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (6 Portionen): 250 Gramm Rundkornreis | 1 Esslöffel Pflanzenöl | 1 Liter Milch bzw. Pflanzenmilch (zum Einkochen muss es 1,5 % Milch oder glutenfreie Pflanzenmilch z. B. Reismilch sein; ich empfehle zum Einkochen 25 Prozent mehr Milch zu nehmen) | 2 Esslöffel Zucker | 1 Vanilleschote |1 Teelöffel Salz
Milchreis | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (40 Minuten): 1. Öl in einem Topf erhitzen, Reis dazugeben, anbraten, bis es leicht nussig riecht, dann die anderen Zutaten hinzugeben. 2. Milchreis unter Rühren aufkochen, dann auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren 30 Minuten gar ziehen lassen (zum Einkochen reichen 15 Minuten; dann bei 100° Grad 120 Minuten einkochen). 3. Milchreis pur, mit Zimt oder Kompott servieren.
Edel. Knusprig. Elegant. Blätterteig-Pasteten (Vol-au-vent) erinnern an die klassische französische Hochküche. Oftmals mit Ragout fin oder Hühnerfrikassee gefüllt, gelten die Königspasteten als traditionelle Vorspeise. Mit wenigen Handgriffen kannst du diese selbst zaubern und sogar ganz einfach eine vegane Variante backen.
Blätterteig-Pasteten | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (6 Pasteten): 1 Packungen Blätterteig | 1 Esslöffel (pflanzliche) Milch | 1 Eigelb oder 1 Esslöffel Agavendicksaft für eine vegane Version
Blätterteig-Pasteten | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Ofen auf 170 Grad vorheizen. 2. Blätterteig dünn ausrollen und 15 Kreise ausstechen. 3. Sechs Kreise zur Seite legen. 4. Mit einer kleineren Ausstechform Kreise aus den Kreisen ausstechen, sodass Ringe entstehen. 5. Teigreste zusammenfalten, ausrollen und solange wiederholen bis 13 weitere Ringe ausgestochen sind. 6. Jetzt hast du sechs Kreise und 24 Ringe. Lege die sechs Ringe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und staple je vier Ringe darauf. 7. Mische die Milch mit dem Eigelb bzw. dem Agavendicksaft und pinsele die Blätterteig-Rohlinge damit gründlich von außen und innen ein. 8. Backe die Pasteten 20 Minuten, bis sie goldgelb und knusprig sind.
Schokoladig. Fruchtig. Schick. Birne Helene ist ein klassisches französisches Dessert aus pochierten Birnen mit Schokoladensauce. Ich serviere es am liebsten als Dessert im Glas, kalt statt warm und auf einem Bett aus Schokoladenpudding. Mit feinen Gewürzen aromatisiert, harmonieren die pochierten Birnen perfekt mit der dunklen Schokolade. Ein hinreißender Abschluss einen köstlichen Menüs.
Birne Helene im Glas | Foto: Linda Katharina Klein
Birne Helene im Glas | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (30 Minuten): 1. Sechs Esslöffel Milch mit der Speisestärke verrühren. 2. Restliche Milch mit dem Zucker und 100 Gramm Schokolade erhitzen. 3. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, die Schokomilch aufkochen. 4. Milch vom Herd nehmen, Speisestärke-Milch-Gemisch mit einem Schneebesen unterrühren und die Masse unter Rühren erneut aufkochen und für drei Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. 5. Eigelb einrühren und dann Pudding zum Auskühlen in eine große Schale oder auf ein Blech geben. 6. Restliche Schokolade im Wasserbad schmelzen. 7. Währenddessen Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen. 8. Birnen mit Weißwein in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen und die Gewürze hinzugeben. 9. Birnen bei geringer Hitze 15 Minuten pochieren, dann herausnehmen. 10. Schokoladenpudding auf vier Gläser aufteilen. 11. Geschmolzene Schokolade darüber geben. 12. Birnen würfeln und als Topping darauf geben. 13. Optional: Sahne schlagen und oben auf geben. 14. Bis zum Servieren kaltstellen.
Knuspriger Mürbeteig, butterweiche Rotwein-Schalotten und ein großzügiger Schuss dunkler Balsamico. Das ist das Geheimnis meiner dunkel violett schimmernden Zwiebeltarte, die nicht nur unheimlich köstlich, sondern sogar vegan ist. Am liebsten servieren wie den Zwiebelkuchen als Vorspeise auf einem Salatbett, doch oftmals können wir nicht widerstehen und machen aus der Tarte eine elegante Hauptspeise.
Zubereitung (120 Minuten): 1. Salz mit der kalten Butter, Mehl, und der Milch vermengen und circa 10 Minuten kneten, bis ein samtiger Teig entsteht. 2. Teig 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. 3. Währenddessen die Schalotten schälen und vierteln. 4. Knoblauch schälen und fein hacken. 5. Schalotten und Knoblauch in Butter glasig braten, dann Zucker dazugeben und mit Balsamico und 500 Milliliter Rotwein ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 6. Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. 7. Den Mürbeteig ausrollen. 8. Die (geölten) Backformen mit dem Teig auslegen. 9. Den Teig vorsichtig an den Rand andrücken und überschüssigen Teig entfernen. 10. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. 11. Formen bis zum Rand mit Hülsenfrüchten (z. B. Kichererbsen) zum Blindbacken füllen Mürbeteigboden circa 12-15 Minuten backen. 12. Stärke in 100 Milliliter Wein auflösen. 13. Zwiebelmasse aufkochen, dann die Stärkemischung unterrühren. 14. Sobald die Masse leicht andickt, diese auf den Teigboden geben. 15. Tarte 25 Minuten backen. 16. Vor dem Servieren kurz auskühlen lassen.
Saftiges Schweinefilet, innen leicht rosa außen schön knusprig. Ein wahres Sonntagsessen, das zu besonderen Anlässen serviert. Wir reichen es gerne mit Kartoffelklößen, Bratensoße und Birnenkompott. Der Star aber bleibt das zarte Schweinefilet. Und dabei ist es ganz leicht zuzubereiten.
Zubereitung (15 Minuten): 1. Schweinefilet zwanzig Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. 2. Filet parieren, also von unerwünschten Sehnen und Fettpartien befreien. 3. Butter in einer Pfanne schmelzen, Schweinefilet von jeder Seite circa eine Minute anbraten, dann die Temperatur senken, einen Deckel auf die Pfanne geben und das Filet circa 6-8 Minuten weiter schmoren. Die perfekte Garstufe erreichst du durch ein Fleischthermometer, dass du in dickste Stelle des Fleisches stichst. Bei circa 58° Grad Kerntemperatur ist das Filet medium rare, bei 62° Grad medium. 4. Schweinefilet vor dem Anschneiden zwei Minuten ruhen lassen.
Birnen, frisch vom Baum der Nachbarin. Das ist eine meiner frühsten Kindheitserinnerungen. Am Nachmittag gab es diese dann als Birnengemüse zum Sonntagsbraten. Eine leichte Süße, eine feine Vanillenote. Das war für mich ein Gedicht. Auch heute noch gibt es das Birnenkompott aus meiner Kindheit. Als bei Beilage zu herzhaften Gerichten oder einfach als Dessert.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen, und die Birnen würfeln. 2. Vanilleschote auskratzen. 3. Birnen mit Weißwein, dem Vanillemark und der ausgekratzten Vanilleschote aufkochen, danach auf kleiner Flamme circa 20 Minuten köcheln lassen (falls du das Kompott einkochen willst, reichen 10 Minuten). 3. Ein paar Löffel von der Flüssigkeit abfüllen, mit der Stärke vermengen und zurück zum Kompott geben. 4. Kompott zum Eindicken noch einmal kurz aufkochen. 5. Servieren oder zum haltbar machen in mit kochendem Wasser ausgespülte Schraubgläser füllen und bei 90° für 30 Minuten einkochen. Bitte beachte dazu auch meine Einkoch-Hinweise.
Kräftig. Sämig. Aromatisch. Eine gute Bratensauce braucht nicht viel mehr als einen guten Fond. Und doch macht das Ergebnis oft den Unterschied zwischen einem guten und einem exzellenten Sonntagsbraten. Probiere es aus und lass dich von den Aromen zurück in deine Kindheit und an Omas Küchentisch versetzen.
Zutaten (6 Portionen): 1 Liter Fond (am besten selbstgemachten Gemüsefond, Geflügelfond oder Rinderfond)| 300 Gramm Möhren | 300 Gramm Zwiebeln | 75 Gramm Butter (vegane Butter oder Margarine für eine vegane Version)| 2 Esslöffel Salz
Zubereitung (70-90 Minuten): 1. Möhren und Zwiebeln samt Schale grob hacken, in 25 Gramm (veganer) Butter anrösten, dann mit Fond (am besten selbstgemachten Gemüsefond, Geflügelfond oder Rinderfond) auffüllen, Salz dazugeben und eine Stunde mit geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme köcheln lassen. 2. Fond passieren, zurück in den Topf geben und bis zur gewünschten Konsistenz ohne Deckel und auf großer Flamme einreduzieren (ich empfehle mindestens 30 weitere Minuten). 3. Fond etwas abkühlen lassen, dann für einen schönen Glanz 50 Gramm kalte Butter einrühren.
Bunt. Knusprig. Voller Vitamine. Geröstetes Wurzelgemüse sind wie kreative Pommes und besonders im Winter eine herrliche Beilage. Der Mix aus Karotten, Petersilienwurzel, Pastinaken und roter Beete kreiert einen frischen, erdigen Geschmack mit dem perfekten Crunch.
Geröstetes Wurzelgemüse | Foto: Linda Katharina Klein
Geröstetes Wurzelgemüse | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (50 Minuten): 1. Gemüse schälen, in Stifte schneiden und auf ein Blech geben. 2. Olivenöl über das Gemüse träufeln und bei 200°C je nach dicke der Gemüsestifte 35 bis 45 Minuten rösten. Nach rund zwanzig Minuten Backzeit Rosmarin zum Gemüse geben.
Ein kräftiger Rinderfond ist die perfekte Basis für köstliche Rinderbrühe, aromatische Suppen oder aber auch Saucen wie Rinder-Jus. Das Beste: Ihr müsst das Gemüse nicht mal schälen und habt die den Fond so in unter fünf Minuten angesetzt. Dann heißt es nur noch köcheln lassen. Denn der Rest erledigt sich quasi wie von selbst.
Zubereitung (95 Minuten): 1. In einem großem Topf die Butter schmelzen und die Knochen darin anrösten. 2. Währenddessen das Gemüse (samt Schale) grob hacken und in den Topf geben. 3. Mit Weißwein ablöschen und mit Wasser auffüllen. 4. Lorbeerblätter, Piment und Pfefferkörner hinzugeben und die Brühe mindestens 90 Minuten köcheln lassen. 5. Fond durch ein Sieb abseihen. 6. Jetzt kannst du den Fond entweder zu einer Suppe (z. B. einer Rinderbrühe mit Suppeneinlage; Barszcz) oder Sauce (z.B. einer Rindfleisch-Jus) weiterverarbeiten oder den Fond für eine Verwendung zu einem späteren Zeitpunkt einkochen. 7. Für letzteres füllst den Fond in mit kochendem Wasser ausgespülte Schraubgläser und kochst diese bei 100 Grad 120 Minuten ein (bitte beachte hierzu die genauen Einkochvorgaben).
Klassisch. Intensiv. Schokoladig. Mousse au chocolate ist eine Ode an die Schokolade und eins der beliebtesten Desserts überhaupt. Klingt verlockend? Mit nur vier Zutaten kannst du dein eigenes Mousse zaubern und deine Gäste mit einem elegantem Nachtisch überraschen.
Mousse au chocolate | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (8 Mini-Mousse-au-chocolate): 175 Gramm Zartbitterschokolade (ich nehme Schokolade mit einem Kakaoanteil von 85 Prozent) | 4 Eiweiß | 200 Milliliter Sahne | 1 Teelöffel Puderzucker
Mousse au chocolate | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung: 1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. 2. Schokolade im Wasserbad schmelzen(hierzu kannst du auch einfach eine Metall- oder Porzellanschüssel in ein Sieb auf den Topf stellen). 2. Sahne mit Puderzucker aufschlagen. 3. Wenn die Schokolade etwas abgekühlt ist, unter die Sahne mengen. 4. Eiweiß aufschlagen. 5. Eiweiß vorsichtig unter die Schokomasse heben. 6. Mousse au chocolate portionieren und direkt servieren oder kühl stellen.