Indien gilt als Paradies für Vegetarier und Veganer. Ein erstklassiges Beispiel: Aloo Posto – Kartoffeln in Mohnsauce. Hier baden die Erdäpfel in einer selbstgemachten, veganen Paste, die nicht nur besonders cremig, sondern auch extra aromatisch ist. Tatsächlich ist der Geschmack schwer zu beschreiben. Ein Grund mehr, warum du dieses traditionelle Rezept der bengalischen Küche einmal selbst ausprobieren solltest.
Zubereitung (1 Tag): 1. Mohnsamen über Nacht in Wasser einweichen. 2. Mohnsamen abgießen, und die Samen mit drei Chillies und ein wenig Wasser in einen Mixer geben und zu einer samtigen Paste verarbeiten. 3. Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. 4. Schwarzkümmel in Öl anbraten, nach einer Minute die Kartoffeln hinzugeben und anrösten, bis diese goldbraune Stellen bekommen. 5. Jetzt die Mohnpaste, die restlichen Chillies und so viel Wasser hinzugeben, dass die Kartoffeln bis zur Hälfte bedeckt sind. 6. Aufkochen und unter gelegentlichem Rühren weiterkochen, bis das Wasser vollständig verkocht ist. 7. Kurkuma hinzugeben, mit Salz abschmecken und servieren. 8. Zum haltbar machen bei 100° Grad 120 Minuten einkochen (bitte beachte hierzu auch meine Einkoch-Hinweise).
Klassisch. Deftig. Schnell. Strammer Max ist das perfekte Gericht, wenn du nicht viel Zeit zum Kochen aber Appetit auf eine warme Mahlzeit hast. Ob zum Frühstück, als Snack oder zum Abendessen. Eine warme Brotzeit in Form von Strammem Max geht eigentlich immer. Und wahrscheinlich hast du sogar alles dafür im Haus.
Zubereitung (10 Minuten): 1. Butter in einer Pfanne schmelzen, Brot hineingeben und knusprig braten. 2. Brot herausnehmen und mit Schinken belegen. 3. Eier einzeln aufschlagen und in der Pfanne zu Spiegeleiern ausbraten. 4. Spiegeleier auf den Broten drapieren, Salz und Pfeffer darüber geben und servieren.
Selbstgemachter Fond, zartes Fleisch, cremige Konsistenz: ein gutes Reisfleisch ist ein kleines Meisterwerk. Während Wiener Reisfleisch auf ungarischen Einflüssen beruht und traditionell mit Schweinefleisch gemacht wird, habe ich in meiner Zeit in Österreich vor allem die Rezept-Variante mit Lamm lieben gelernt. Denn obwohl immer noch Hausmannskost, hebt dies das Reisfleisch noch einmal auf ein ganz anderes Level. Also wenn du an einem kühlen Wochenende einmal ein paar Stunden Zeit hast: Lass dich von diesem Rezept verzaubern.
Zubereitung (5,5 Stunden): 1. Eine große Zwiebel ungeschält vierteln und in einen großen Topf geben. 2. Restliche Zwiebeln schälen (Schale und Abschnitt aufbewahren). 3. Lammschulter parieren (Abschnitt aufbewahren) und zurück in den Kühlschrank geben. 4. Abschnitte zur ungeschälten Zwiebel in den Topf geben und zusammen mit den Knochen und 20 Gramm Butter anbraten, bis Röstaromen entstehen. 5. Mit Weißwein ablöschen, Pfefferkörner, Piment und Lorbeer dazugeben und mit drei Litern Wasser auffüllen. Fond mit geschlossenem Deckel zwei Stunden auf kleiner Flamme köcheln lassen. 4. Die geschälten Zwiebeln fein würfeln und in einem Topf mit 100 Gramm Butter bei geringer Hitze eine Stunde lang schmoren und zu einer feinen Masse schmelzen lassen. 5. Währenddessen Knoblauchzehen schälen und fein hacken. 6 Paprika waschen, vom Kerngehäuse befreien und in feine Würfel schneiden. 7. Knoblauch und Paprika mit 20 Gramm Butter auf kleiner Hitze 15 Minuten schmoren, dann bei Seite stellen. 8. Solange die Zwiebeln weiter schmoren, könntest du dich jetzt noch um ein scharfes Topping für dein Reisfleisch kümmern. Wie wäre es zum Beispiel mit einer scharfen Chili-Salsa? 9. Lammschulter in mundgerechte Würfel schneiden und zu den geschmorten Zwiebeln geben, Hitze erhöhen und das Lamm Farbe nehmen lassen. 10. Paprikapulver, Majoran, Kümmel, und Senf dazugeben, dann mit Apfelessig ablöschen. 11. Fond durch ein feines Sieb passieren und circa zwei Drittel zum Lamm geben. Lamm zwei Stunden auf kleiner Hitze köcheln lassen. 12. Basmatireis zum Lamm geben und 15 Minuten lang mitkochen; dabei gelegentlich etwas vom restlichen Fond hinzugeben. 13. Hitze ausstellen, Paprika-Knoblauch-Würze unterrühren und mit Salz abschmecken. 14. Servieren oder zum haltbar machen bei 100° Grad 120 Minuten einkochen (bitte beachte hierzu auch meine Einkoch-Hinweise).
Herzhaft. Einfach. Schnell. Als ich klein war gab es zu besonderen Anlässen daheim fast immer Schinkenröllchen. Ob Geburtstagsbuffet, Weihnachten oder Silvester: Diese mit Spargel und Eiersalat gefüllten Schinkenröllchen durften einfach nie fehlen.
Schinkenröllchen | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (12 Röllchen): 12 Scheiben Schinken | 400 Gramm Spargel aus dem Glas | 360 Gramm Eiersalat
Schinkenröllchen | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (5 Minuten): Spargel und Eier in jeweils sechs Portionen einteilen. 2. Je eine Scheibe Schinken auf einen Teller legen, auf das untere Drittel eine Portion Eiersalat oder Spargel geben und die Schinkenscheibe vorsichtig aufrollen.
Cremig. Deftig. Und mit ganz viel Mayonnaise. Rheinischer Kartoffelsalat ist gehaltvoll aber dafür auch besonders lecker. Perfekt wird er vor allem dann, wenn man die Kartoffeln noch warm schält und direkt mit dem Dressing vermengt. Ich mache ihn nach dem Rezept meiner Mama. Und gefragt ist dieser Kartoffelsalat eigentlich immer. Ob Picknick, Weihnachten, Sommerparty oder einfach Zwischendurch: von diesem Salat bekommst du nicht genug.
Rheinischer Kartoffelsalat | Foto: Linda Katharina Klein
Rheinischer Kartoffelsalat | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (45 Minuten): 1. Kartoffeln ungeschält gar kochen (ja nach Größe circa 20 Minuten). 2. Kartoffeln abschütten und ausdampfen lassen. 3. Währenddessen Schnittlauch in feine Ringe schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einem Dressing vermengen. 4. Kartoffeln noch warm schälen, in Scheiben schneiden und vorsichtig mit dem Dressing vermengen. 5. Während der Kartoffelsalat durchzieht Eier sechs Minuten lang weichkochen. 6. Kartoffelsalat mit den Eiern servieren.
Eiersalat ist klassische deutsche Hausmannskost und findet sich Jahrzehnten aus Party-Buffets. In Omas Salat kommt dabei neben Eiern, Mayonnaise, saure Sahne, Essig, Salz, Pfeffer und natürlich ein bisschen Schnittlauch. Und schon fühlst du dich in deine Kindheit zurückversetzt.
Zubereitung (15 Minuten): 1. Eier 10 Minuten hart kochen, dann abschrecken. 2. Während die Eier abkühlen, Mayonnaise, saure Sahne, Salz, Pfeffer und Schnittlauch zu einer Sauce verrühren. 3. Eier pellen, in Würfel schneiden und mit der Sauce vermengen.
Saftiges Schweinefilet, innen leicht rosa außen schön knusprig. Ein wahres Sonntagsessen, das zu besonderen Anlässen serviert. Wir reichen es gerne mit Kartoffelklößen, Bratensoße und Birnenkompott. Der Star aber bleibt das zarte Schweinefilet. Und dabei ist es ganz leicht zuzubereiten.
Zubereitung (15 Minuten): 1. Schweinefilet zwanzig Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. 2. Filet parieren, also von unerwünschten Sehnen und Fettpartien befreien. 3. Butter in einer Pfanne schmelzen, Schweinefilet von jeder Seite circa eine Minute anbraten, dann die Temperatur senken, einen Deckel auf die Pfanne geben und das Filet circa 6-8 Minuten weiter schmoren. Die perfekte Garstufe erreichst du durch ein Fleischthermometer, dass du in dickste Stelle des Fleisches stichst. Bei circa 58° Grad Kerntemperatur ist das Filet medium rare, bei 62° Grad medium. 4. Schweinefilet vor dem Anschneiden zwei Minuten ruhen lassen.
Birnen, frisch vom Baum der Nachbarin. Das ist eine meiner frühsten Kindheitserinnerungen. Am Nachmittag gab es diese dann als Birnengemüse zum Sonntagsbraten. Eine leichte Süße, eine feine Vanillenote. Das war für mich ein Gedicht. Auch heute noch gibt es das Birnenkompott aus meiner Kindheit. Als bei Beilage zu herzhaften Gerichten oder einfach als Dessert.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen, und die Birnen würfeln. 2. Vanilleschote auskratzen. 3. Birnen mit Weißwein, dem Vanillemark und der ausgekratzten Vanilleschote aufkochen, danach auf kleiner Flamme circa 20 Minuten köcheln lassen (falls du das Kompott einkochen willst, reichen 10 Minuten). 3. Ein paar Löffel von der Flüssigkeit abfüllen, mit der Stärke vermengen und zurück zum Kompott geben. 4. Kompott zum Eindicken noch einmal kurz aufkochen. 5. Servieren oder zum haltbar machen in mit kochendem Wasser ausgespülte Schraubgläser füllen und bei 90° für 30 Minuten einkochen. Bitte beachte dazu auch meine Einkoch-Hinweise.
Sahnehering oder auch Heringsstipp ist ein ein klassisches deutsches Gericht, bei dem Salzheringe oder Matjesfilets über Nacht in einer Sauce aus Sahne, Äpfeln und Zwiebeln eingelegt werden. Zu Pellkartoffeln serviert, ist dieser Heringssalat ein absolutes Gedicht. Also ab zum Fischgeschäft, Hering holen und euren eigenen Sahnehering marinieren.
Zubereitung (1 Tag): 1. Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und den Apfel in feine Würfel schneiden. 2. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. 3. Sahne mit saurer Sahne vermengen und Meerrettich, Zucker, Salz und Dill unterrühren. 4. Apfel sowie Zwiebel untermengen und das Lorbeerblatt dazugeben. 5. Heringsfilets waschen, trocken tupfen und dann über Nacht in der Sahne-Masse marinieren lassen. 6. Vor dem Servieren das Lorbeerblatt herausnehmen.
Pellkartoffeln sind das vielleicht einfachste Rezept überhaupt. Und trotzdem ein herrliches Gericht. Denn sie bilden eine Leinwand für weitere Aromen. So glänzen sie bereits mit etwas Salz und Butter, schmecken hervorragend zu Kräuterquark und vertragen auch kräftige Partner wie Sahnehering.
Zubereitung (30 Minuten): 1. Kartoffeln waschen. 2. Kartoffeln mit Schale je nach Größe in Wasser 20-25 gar kochen. 3. Kartoffeln abschütten und ausdampfen lassen, bis die Schale trocken ist und servieren.
Bunt. Knusprig. Voller Vitamine. Geröstetes Wurzelgemüse sind wie kreative Pommes und besonders im Winter eine herrliche Beilage. Der Mix aus Karotten, Petersilienwurzel, Pastinaken und roter Beete kreiert einen frischen, erdigen Geschmack mit dem perfekten Crunch.
Geröstetes Wurzelgemüse | Foto: Linda Katharina Klein
Geröstetes Wurzelgemüse | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (50 Minuten): 1. Gemüse schälen, in Stifte schneiden und auf ein Blech geben. 2. Olivenöl über das Gemüse träufeln und bei 200°C je nach dicke der Gemüsestifte 35 bis 45 Minuten rösten. Nach rund zwanzig Minuten Backzeit Rosmarin zum Gemüse geben.
Weich. Samtig. Kugelrund. Klöße sind Kartoffeln in ihrer schönsten Form. Perfekt um die leckersten Saucen aufzusaugen, zergehen sie förmlich auf der Zunge. Dabei wusste schon Oma, das gute Kartoffelklöße nur fünf Zutaten brauchen.
Kartoffel-Klöße | Foto: Linda Katharina Klein
Zutaten (12 kleine Klöße oder 8 große Klöße): 750 Gramm mehligkochende Kartoffeln | 75 Gramm Stärke | 25 Gramm Butter | 1 Eigelb | ca. 1 Teelöffel Salz
Kartoffel-Klöße | Foto: Linda Katharina Klein
Zubereitung (60 Minuten): 1. Kartoffeln schälen und gar kochen (je nach Grüße circa 20 Minuten). 2. Kartoffeln abschütten und gut abdampfen lassen. 3. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen. 4. Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer oder einer Kartoffelpresse zu einer feinen Masse zerkleinern. 5. Stärke, geschmolzene Butter, Eigelb und Salz zur Kartoffelmasse geben und zu einem geschmeidigem Teig verkneten. 6. Acht große Klöße oder zwölf kleine Klöße formen. 7. Klöße in siedendem (nicht kochendem) Wasser gar ziehen lassen, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen, dann vorsichtig herausnehmen, kurz ausdampfen lassen und servieren.